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Gemeinde Grefrath
Erstmals stand eine Königin an der Spitze des Festes

Gemeinde Grefrath. Jubiläumsschützenfest in Mülhausen: Die St. Heinrich- und St. Vitus-Schützenbruderschaft wurde 350 Jahre alt. Von Manfred Baum

Zum Jubiläumsschützenfest der St. Heinrich- und St. Vitus-Schützenbruderschaft hatte Mülhausen am vergangenen Wochenende sein Festtagskleid angelegt. 350 Jahre alt sind jetzt die Heinrich- und Vitusschützen. Sie feiern mit viel Musik, mit Stimmung und mit einer charmanten, jungen und dem Schützenfest Flair verleihenden Königin Petra Volgmann. Sie wohnt in diesen Schützenfesttagen, ohne König, jedoch mit einem schneidigen General in der attraktiven Königsburg.

Allerdings: Auf Oedter Boden. Doch das tat dem volkstümlichen und die Menschen ansprechenden Schützenfest jedoch keineswegs weh. Und die Johannes-Girmesstraße wurde kurzerhand in "Kleine Königsallee" umbenannt. Damit war auch der Herr General, den man auch als Frank Volgmann kennt, einverstanden. So, wie die "Möllesser Schötterei" in diesen Tagen feiert, hat das Brauchtum der Schützen eine Zukunft. Da freute sich am gestrigen Sonntag auch der neue Bezirksbundesmeister im Bezirk Kempen Uli Loyen aus Vorst sehr.

Mit dem Prunkbaumsetzen hatten die Feierlichkeiten am Freitag begonnen. Mehrere Stunden waren die Schützen unterwegs, setzten Prunkbäume und Maien. Auch hier gab es eine Überraschung, denn auf dem Gelände der Schreinerei Heyer standen 2,5 Prunkbäume. Zwei waren für Königsadjutant Peter Heyer und Hauptmann Thomas Heyer gewidmet, sowie "der halbe Prunkbaum" für Jungschützenprinz Christoph Fenkes. Am Samstag ging es weiter mit dem ersten großen Zug durch den Ort und dem Großen Zapfenstreich im Park des Klosters der Schwestern Unserer Lieben Frau.

Dort einen Großen Zapfenstreich live mit zu erleben, ist immer wieder ein Erlebnis und begeistert die Besucher. Rund 300 Besucher waren gekommen und spendeten dem Oedter Musikverein und dem Vinkrather Trommlercorps viel Beifall für einen perfekten Großen Zapfenstrich. Danach ging es ins Festzelt auf dem alten Schulhof der früheren Mülhausener Volksschule. Kurz war die Nacht für die große Schützenfamilie, denn am gestrigen Morgen stand die Festmesse in St.

Heinrich auf dem Programm. Es folgte der Frühschoppen im Zelt mit der Ehrung langjähriger Mitglieder der Bruderschaft. Sicherlich einer der Höhepunkte am gestrigen Nachmittag bei guten äußeren Bedingungen der Festzug. Da kam alte Schützenherrlichkeit auf, da war Brudermeister Heinz Erkens begeistert. Immer wieder Beifall für die hübsche junge Königin. Das bunte Bild der Schützen kam an. Gut 500 Schützen und Musikanten zogen knapp zwei Stunden durch Mülhausen.

Höhepunkte einmal im Klosterpark (der Klostergarten wird derzeit bebaut) waren die zackige Parade und die Serenade. Rund 2000 Zuschauer säumten die Straßen von Mülhausen.

Quelle: RP
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