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Nach Lkw-Unfall auf A61
Familie und Kollegen nehmen Abschied von getöteter Polizistin

Nach Lkw-Unfall auf A61: Familie und Kollegen nehmen Abschied von getöteter Polizistin
Die Angehörigen der getöteten Polizistin haben eine Traueranzeige geschaltet. FOTO: Westfälische Nachrichten/ Screenshot
Gronau-Epe. Die Kommissarin, die auf der A61 starb, weil ein betrunkener Lkw-Fahrer ihren Streifenwagen rammte, wird an diesem Samstag beigesetzt. Um 11 Uhr soll es eine Gedenkminute für sie geben. Von Birgitta Ronge

Viele Polizisten aus dem Kreis Viersen werden am heutigen Samstag nach Gronau-Epe in Westfalen fahren, um Abschied von ihrer Kollegin zu nehmen. Die 23-Jährige, die am 27. Dezember auf der A 61 bei Viersen getötet wurde, wird dort auf dem katholischen Friedhof beigesetzt. Die Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Agatha in Epe beginnt um 11 Uhr. Mit dabei sein wird auch der Landrat des Kreises Viersen, Andreas Coenen, als Chef der Kreispolizeibehörde Viersen.

Die Polizeikommissarin war seit 2013 im Dienst der Polizei in Nordrhein-Westfalen, seit 2016 war sie bei der Kreispolizeibehörde Viersen tätig. "Wir verlieren mit ihr eine stets freundliche und allseits beliebte Kollegin", schreiben Landrat Coenen und der Personalratsvorsitzende der Kreispolizei, Ralf Robertz, in der Traueranzeige der Kreispolizeibehörde.

Betrunkener Lkw-Fahrer rammte ihren Streifenwagen

Vor einer Woche hatte die 23-Jährige mit Kollegen einen Lkw stoppen wollen, der über die A61 in Richtung Mönchengladbach unterwegs und aufgefallen war, weil er Schlagenlinien fuhr. Zwischen Viersen und Mackenstein rammte der Lkw das Polizeiauto, das sich auf dem Seitenstreifen befand. Auf der Rückbank saß die 23-Jährige, sie starb durch den Aufprall. Ein 22-jähriger Polizeianwärter wurde schwer verletzt. Die 48-jährige Beamtin, die am Steuer saß und in Willich lebt, schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Der betrunkene Lkw-Fahrer wurde festgenommen.

Polizistin bei schwerem Unfall auf A61 getötet FOTO: dpa, hjb

Familie sammelt Spenden für Kinderkrebsforschung

Die Familie der jungen Frau hat eine berührende Traueranzeige geschaltet, die bei Facebook vielfach geteilt wurde. "Die Menschen, die von uns gehen und die wir lieben, verschwinden nicht", schreiben die Eltern. "Sie sind immer an unserer Seite ... Jeden Tag ... ungesehen ... ungehört ... und dennoch immer ganz nah bei uns."

Die 23-Jährige sei von einem Spendenlauf der Feuerwehr zugunsten der Kinderkrebsforschung begeistert gewesen. Daher bittet die Familie statt Blumen um eine Spende für die Kinderkrebshilfe Münster. Eine private Initiative hat für den heutigen Samstag um 11 Uhr zu einer Gedenkminute für die Verstorbene aufgerufen.

Quelle: RP
 
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