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Stadt Kempen
FDP begrüßt städtisches Umdenken bei den Flüchtlingsunterkünften

Stadt Kempen. Die Kempener Liberalen sehen aber einen erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Integration der Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt.

Dass sich die Stadt Kempen von den Plänen verabschiedet hat, auf dem Gelände zwischen Sporthotel und Reithalle am Schmeddersweg Wohnmodule für die Unterbringung von Flüchtlingen nach Willicher Vorbild errichten zu lassen, wird von den Kempener Liberalen begrüßt. Das Umdenken sei ein Schritt in die richtige Richtung, erklären der FDP-Ortsvereinsvorsitzende Felix Grams und FDP-Stadtratsmitglied Jörg Boves in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Die beiden Politiker verweisen darauf, dass die Kempener Liberalen bereits Mitte Juli gefordert hätten, dass für viele Flüchtlinge ein langfristig nutzbarer Wohnraum benötigt werde, weil viele von ihnen wohl eine Bleiberecht erhielten. "Es war davon auszugehen, dass letztlich eine dauerhafte Lösung gesucht wird, dennoch wurde auf Basis einer Übergangslösung mit einem Containerdorf geplant. Das war ein großer Fehler. Jetzt muss die Stadt unsere Forderung nach einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und massiven Bauweise, die sowohl für die Menschen auf der Flucht als auch zukünftig als günstiger Wohnraum genutzt werden kann, prüfen", so Grams.

Richtungsweisend nennt Grams Modulbauten, wie sie in Geilenkirchen im Kreis Heinsberg zu finden sind. "Ein entsprechendes Umdenken der Verwaltung würden wir ausdrücklich unterstützen. Allerdings ändert die Überlegung nichts an der schlechten Eignung des Standorts Schmeddersweg. Wir brauchen ein dezentrales Unterbringungskonzept", ergänzt Ratsherr Boves.

Doch auch im Bereich der Arbeitsmarktintegration sieht Boves erheblichen Besserungsbedarf. "Wir dürfen neben dem noch dominierenden Thema Unterbringung die Eingliederung in den Arbeitsmarkt nicht vergessen. Viele Flüchtlinge sind jetzt schon seit über einem Jahr zum Nichtstun verdammt und kommen nach erfolgreichen Sprachkursen nicht weiter. Helfer beklagen sich immer wieder bei uns über schleppende Verfahren, zu viel Bürokratie und fast keine Möglichkeit, die Flüchtlinge an eine Praktikumsstelle zu vermitteln", erklärt Jörg Boves.

(rei)
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