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Gemeinde Grefrath
Film über den Mordfall Mirco wird im Fernsehen gezeigt

Gemeinde Grefrath. Unter dem Titel "Ein Kind wird gesucht" hat das ZDF den Mord an dem kleinen Mirco aus Grefrath verfilmt. Von Birgitta Ronge

Die Suche nach dem kleinen Mirco bewegte vor sieben Jahren die Menschen bundesweit: Am 3. September kommt der damals Zehnjährige nach einem Besuch auf einer Skateranlage nicht nach Hause. Am nächsten Morgen melden ihn die Eltern als vermisst. Das Fahrrad des Jungen wird gefunden, er selbst bleibt verschwunden. Damit beginnt eine gigantische Suchaktion im Kreis Viersen: Bis zu 1000 Polizisten suchen nach dem Kind. Im Januar 2011 schließlich nimmt die Polizei einen 45-jährigen Familienvater aus Schwalmtal fest, der wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt wird.

Über die Suche nach dem Kind, das Hoffen und Bangen, schrieben der damalige Chef-Ermittler Ingo Thiel und der Journalist Bertram Job das Buch "Soko im Einsatz". Die Eltern des ermordeten Jungen, Sandra und Reinhard Schlitter, beschrieben mit Autor Christoph Fasel unter dem Titel "Mirco - Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen", wie sie die Tat verarbeiteten.

Jetzt hat das ZDF in Zusammenarbeit mit Arte den Mordfall Mirco verfilmt. Im September war der Film unter dem Titel "Ein Kind wird gesucht" unter Regie von Urs Egger erstmals beim Krimifestival "Tatort Eifel" in Daun zu sehen, nun wird er im Fernsehen gezeigt. Am kommenden Freitag, 15. Dezember, 20.15 Uhr, ist der Film auf Arte zu sehen, im kommenden Jahr soll er auch im ZDF gezeigt werden.

Die Hauptrollen sind mit bekannten Schauspielern besetzt: Heino Ferch spielt Hauptkommissar Ingo Thiel. Er leitet die Sonderkommission, die unermüdlich nach dem verschwundenen Kind sucht. Johann von Bülow mimt Mircos Vater, Silke Bodenbender die Mutter.

Der Film beschreibt die langwierige, zermürbende Suche nach dem Kind. Jeder Spur, jedem Hinweis gehen die Ermittler nach. Sie durchkämmen Wälder, Wiesen und Flüsse, hoffen auf Hilfe aus der Luft, wenn Tornados die Umgebung mit Wärmebildkameras absuchen.

Als kaum jemand mehr an einen Fahndungserfolg glaubt, fügen sich die Beweisstücke zusammen. "Der Film zeigt, was sonst eher selten passiert, die mühselige und oft frustrierende Ermittlungsarbeit der Polizei", heißt es in der Ankündigung zum Film. Ihre Hartnäckigkeit führt die Ermittler schließlich zum Täter, der den Polizisten den Weg zur Leiche des Kindes weist.

Quelle: RP
 
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