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Stadt Kempen
Fitnesstraining mit Ball und Ex-Bundesligaspielern

Stadt Kempen. Zum Auftakt ihrer Bolzplatztour machte die AOK gestern Morgen an der Astrid-Lindgren-Grundschule Station.

Agatha Christ-Blenkers, Klassenlehrerin der 4 a der Astrid-Lindgren-Schule, legte vor: Nach ihrem Schuss maß der Speedomat 51 Stundenkilometer. "Wenn fünf Schüler diese Geschwindigkeit übertreffen, hat die ganze Klasse einmal hausaufgabenfrei." Wenige Minuten jubelten unter anderem Milena, Emma, Otto, Philipp und Kevin, der sogar 71 km/h geschafft hatte. Die Lehrerin musste sich geschlagen geben. Darüber freuten sich auch die prominenten Trainer, die ehemaligen Bundesligaprofis Michael Klinkert und Marcel Witeczek. Immer wenn große Entscheidungen anstehen, so eine Fußball-Europa- oder Weltmeisterschaft, startet die AOK Rheinland/Hamburg eine große Bolzplatztour für Kinder der 2. bis 4. Schuljahre. Die Kempener Schule hatte sich beworben und Glück bei der Auslosung gehabt. Und da Michael Klinkert und Marcel Witeczek seit fünfzehn beziehungsweise zehn Jahren Angestellte der AOK sind, sind sie seit langem so eine Art Botschafter für die Bewegung und für den Fußball.

"Auch wenn du Handball spielst, Lena, versuch' den Ball flach zu Philipp zu passen und du, Otto, bolz nicht so", sagte Klinkert, der am Donnerstag 48 Jahre alt wird und zwölf Jahre für Borussia Mönchengladbach gespielt hatte, in einer Spielpause. Vorher wurde sich aufgewärmt, gab es auch von Witeczek Ratschläge und Tipps. Witeczek, der nur etwa drei Monate jünger als Klinkert ist, hatte 410 Mal in der Bundesliga gespielt, war unter anderem mit Bayern München 1994 und 1997 Deutscher Meister.

Auch Grundschulleiterin Sabine Stammen und ihre Vertreterin, Anke Fröhling, sahen sich die speziellen Trainingseinheiten an - wie Kempens AOK-Filialleiterin Sonja Leichert und Regionaldirektor Heinz Frohn. Er sagte: "Sport ist wichtig für die Entwicklung der Kinder, macht sie fit für den Alltag." Fit ist die Grundschule allemal. So meldeten zuletzt etliche Klassen für das "Young Masters"-Fußballturnier in St. Hubert, nahmen mehr als 70 Schülerinnen und Schüler am Kempener Altstadt-Lauf teil.

Später waren die Klassen 4 b und 4 c dran. Die Ex-Profis brachten Fußbälle, T-Shirts und jede Menge Autogrammkarten mit, neben gesunder Kost. Natürlich war die Fußball-EM ein Thema. "Wir schaffen das", waren sich die meisten Kinder einig. Auch Witeczek und Klinkert, der die Portugiesen als Endspiel-Gegner erwartet. Henri (10), der in St. Hubert Fußball spielt, war da skeptisch: "Paul Pogba ist zu gut, Frankreich gewinnt das Halbfinale mit 3:2." Und wie fand Henri das Elfmeterschießen gegen Italien? "Das war der totale Horror."

(schö)
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