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Gemeinde Grefrath
Flüchtlinge möchten mehr Kontakt zur Bevölkerung

Gemeinde Grefrath. Der Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk diskutierte mit Grefrather Jugendlichen.

"Klartext" - unter diesem Motto stand die Diskussion mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Marcus Optendrenk im Jugenheim Dingens. Unter den Gästen waren auch Flüchtlinge aus den Unterkünften in Grefrath, Mülhausen und Oedt. Die jungen Erwachsenen beschrieben das Dingens-Konzept. In über 1000 Arbeitsstunden haben rund 50 freiwillige Helfer aus dem alten Bahnhofsgebäude ein modernes und multifunktionales Kulturhaus geschaffen. Von der Leistung der Jugendlichen war Optendrenk begeistert.

Die direkte Lebenswelt und der berufliche Alltag der jungen Erwachsenen bestimmten die anschließende Diskussion mehr als Fragen zur Bundes- oder Landespolitik. Es ging etwa darum, warum ein Handwerksgeselle für den Besuch der Meisterschule bezahlen muss, während Studiengebühren abgeschafft wurden. Sehr aktiv beteiligten sich auch die Flüchtlinge. Viele beklagten sich vor allem über die langen Warte- und Bearbeitungszeiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Die Warte- und Bearbeitungszeiten sowie die Ungewissheit, ob man als Flüchtling anerkannt, geduldet oder ausgewiesen wird, erschweren nicht nur die berufliche Orientierung, sondern seien auch extreme psychische Belastung. Der direkte Kontakt zu Grefrather Bürgern sei daher für die Geflüchteten besonders wichtig. Das Dingens sei dabei nach Meinung des Sozialpädagogen Leon Küsters eine gute Möglichkeit, sich auszutauschen und Spaß zu haben. In Bezug auf die langen Warte- und Bearbeitungszeiten versprach Optendrenk, sich für eine bessere Information der Flüchtlinge einzusetzen.

Quelle: RP
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