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Kempen
Förderverein für die Bibliothek

Kempen. Die Stadtbibliothek Kempen bekommt einen Förderverein. Der Zusammenschluss soll die Bibliothek im Kulturforum Franziskanerkloster finanziell unterstützen, sie zugleich noch stärker in der Bevölkerung verankern. Von Christian Heidrich

Wenn Ursula Wiltsch und ihr Team von der Stadtbibliothek Kempen für Kinder die Reihe Bilderbuchkino anbieten, übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Jüngst waren 40 Kinder bei einer Veranstaltung, die nach Angaben der Büchereileiterin maximal für 20 Kinder ausgelegt ist. Wer ein Händchen im Umgang mit Kindern und Büchern hat und sich im Förderverein der Stadtbibliothek Kempen engagieren will, könnte für die Bücherei eine große Hilfe sein. Möglicherweise könnte sie dann das Angebot an Bilderbuchkinos ausweiten.

Sponsoren suchen

So sieht ein Beispiel aus, wie sich der Förderverein der Stadtbibliothek Kempen, der sich am Mittwoch, 17. März, 19 Uhr, im Rokokosaal des Kulturforums Franziskanerkloster gründen wird, engagieren könnte: Bürger, die etwas für die Bücherei tun wollen, packen selber mit an. "Wir wollen die Bibliothek noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankern", sagt Bürgermeister Volker Rübo. Das sei ein wichtiges Ziel des Vereins. Freilich gehe es auch darum, zum Beispiel für Projekte der Bücherei Spenden einzutreiben und Sponsoren zu gewinnen. Aus der Finanzierung der Bibliothek wolle sich die Stadt aber auch nicht verabschieden. "Über Einsparungen im Kulturetat kann man keinen städtischen Haushalt finanzieren", sagt Rübo an die Adresse derjenigen, die in Zeiten knapper Kassen die Kommunen ausschließlich auf ihre Pflichtaufgaben reduzieren wollen.

Mit dem Förderverein für die Stadtbibliothek beschreite Kempen ein Jahr, nachdem die Bücherei in städtischen Trägerschaft übergegangen ist, einen in der Stadt in anderen kulturellen Feldern bewährten Weg, sagt Kulturamtsleiterin Dr. Elisabeth Friese. Sie nennt beispielsweise für die Konzerte den Verein Kempen Klassik, für das Museum den Geschichts- und Museumsverein und den Förderverein für das Archiv in der Kempener Burg. Wenn der Verein für die Bibliothek Vorlesepaten finde, die Kindergärten besuchen, oder Lesungen von Autoren zu organisiere, mache das die Bibliothek noch bekannter und unterstreiche auch den Bildungsauftrag, den die Einrichtung habe, meint die Kulturamtsleiterin.

Bibliotheksleiterin Ursula Wiltsch sieht den gemeinnützigen Verein als wichtiges Instrument, um die Leseförderung, die schon frühzeitig beginnen müsse, und die Literaturpädagogik auszubauen. Die Bibliothek wolle eine Familienbibliothek sein, die Medienkompetenz fördere. Um auf diesem Weg weiter voranzuschreiten, könne der Förderverein einen wichtigen Beitrag leisten. Frage des Tages

Quelle: RP
 
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