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Stadt Kempen
Fotografien, die die Welt ins Quadrat bannen

Stadt Kempen: Fotografien, die die Welt ins Quadrat bannen
Einmal nicht nur Kempen-Motive wie in seinen Kalendern, sondern seine ganze Themenbreite zeigt Kai Wolters an der Ellenstraße. FOTO: NORBERT PRÜMEN
Stadt Kempen. Der Fotograf Tom Wolters stellt seine Schwarz-Weiß-Fotografien mit Landschaften bis zum Jahresende im Kunstzentrum an der Ellenstraße aus. Von Silvia Ruf-Stanley

Viele Kempener kennen den Fotografen Tom Wolters von seinen Kempen-Kalendern. In diesem Jahr wird die elfte Ausgabe erscheinen. Aber nun wurde es Zeit für Wolters, einmal das breite Spektrum seiner Motive zu zeigen. Ab heute sind sie in den Räumen von WiJo Heinen im Kunstzentrum an der Ellenstraße zu sehen. Es sind eindrucksvolle Natur- und Architekturaufnahmen, die alle einen besonderen Reiz in sich tragen.

Wolters sagt von sich selbst, dass er ein Fotograf ist, der Nischen besetzt. Diese Nischen hat er sich im Laufe der Jahre als seine persönliche Linie erarbeitet. Da ist zum einen, dass er stets in Schwarz-Weiß fotografiert. Allerdings nimmt er für seine Bilder die gesamte Bandbreite von Schwarz bis Weiß in Anspruch. Es gibt wunderbare Grauabstufungen. Er zeigt, wie vielfältig dadurch Aufnahmen werden können. Da ist man gleich beim nächsten Teil seines persönlichen Stils. Allen Bildern wohnt eine gewisse Melancholie inne. Das heißt aber nie, dass der Betrachter dadurch etwa traurig wird. Vielmehr empfindet er eine ganz eigene stille Stimmung. Und Wolters setzt immer auf ein quadratisches Format. Dreißig mal dreißig Zentimeter, vierzig mal vierzig oder in ganz klein zwölf mal zwölf sind seine bevorzugten Formate.

Inzwischen ist er ein bekannter Fotograf in der Szene. Seine Bilder erschienen bereits in Magazinen. Ebenso gibt es mittlerweile Kunden aus dem Ausland, die seine Arbeit schätzen. Da dieser Weg dem eigentlich im Marketing tätigen Wolters nicht vorgezeichnet war, freut ihn dies natürlich.

Wolters nutzt vorzugsweise die Morgen- und Abendstunden, wenn er auf seine Streifzüge geht. Dabei überlässt er nichts dem Zufall. In Kempen selbst kennt er die Lichtverhältnisse seit vielen Jahren. Aber wenn er im In- und Ausland unterwegs ist, informiert er sich vorher gründlich. Er erkundet für Aufnahmen am Meer zum Beispiel den Gezeitenkalender. Oder er sammelt vorher geografische Daten. Immer entstehen ganze Serien seiner Motive. Zu verschiedenen Zeiten oder aus verschiedenen Blickwinkeln. Und da er sich so intensiv damit beschäftigt, kann er zum Entstehen ganze Geschichten erzählen. Als Kunstgriff benutzt er lange Belichtungszeiten. Obwohl er digital fotografiert, gibt er manches Mal in der Nachbearbeitung seinen Bildern auch die eigentlich für analoge Aufnahmen typische leichte Körnung. Seit einigen Jahren hilft ihm übrigens oft sein 21-jähriger Sohn Robin bei den Touren.

Die Auswahl, die er im Kunstzentrum zeigt, wird sich im Laufe der Ausstellung, die bis Ende des Jahres läuft, immer wieder verändern. So wird er zum Beispiel im Schaufenster um St. Martin auch entsprechende Aufnahmen zeigen. Außerdem bringt er Ideen für Rahmungen mit. Er selbst bevorzugt ganz schlichte schwarze Rahmen, aber er zeigt auch farbliche Alternativen.

Quelle: RP
 
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