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Gemeinde Grefrath
Frauengemeinschaft feiert Jubiläum

Gemeinde Grefrath. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. In St. Laurentius Grefrath folgt man dieser Aussage in diesem Jahr gerne.

Das Jubiläum der Katholischen Frauengemeinschaft St. Laurentius Grefrath ragt sicherlich heraus, denn die lebendige Gemeinschaft wird 125 Jahre alt. Gefeiert wird am Samstag, 21. Mai, mit einer Festmesse und einem anschließenden Empfang. In diesen Tagen arbeitet der Vorstand mit Christine Roelvink an der Spitze an einer Festschrift zum Jubiläum.

Die Genehmigung zur Gründung eines "Verein christlicher Mütter" gab es bereits am 29. April 1891 von Bischof Hermann von Münster. Die Laurentiuspfarre gehörte damals zum Bistum Münster, denn das Bistum Aachen wurde erst im 20. Jahrhundert gegründet. Handgeschrieben war diese Genehmigung. Den Verein gründete dann der damalige Grefrather Pfarrer und Dechant Peter Matthias Reemen, der von 1884 bis 1902 in Grefrath war. Die Mitgliederzahlen damals waren für heutige Verhältnisse einfach märchenhaft, denn nicht weniger als 85 Prozent aller Grefrather Frauen waren Mitglieder in der Gemeinschaft. In den Statuten war damals auch der Zweck des Vereins genannt, "das christliche Familienleben, insbesondere die christliche Erziehung der Kinder zu fördern". Der Verein traf sich regelmäßig zu Vorträgen und betätigte sich in der Pfarre auch karitativ.

Die Fahne weist auf den Vereinsnamen und auf das Gründungsjahr hin. Früher stand das Banner bei besonderen Anlässen im Kirchenraum und wurde bis 1963 regelmäßig bei Prozessionen oder Beerdigungen mitgeführt. Weil die Fahne der Frauengemeinschaft sehr schwer war, wurde sie von einem Mann getragen. Nach dieser Zeit war der Zustand der Fahne so schlecht, dass eine Mitnahme nicht mehr möglich war. Vor 25 Jahren, zum 100-jährigen Bestehen, wurde die Fahne restauriert.

Der Verein hieß später viele Jahre Mütterverein. Heute heißt er Katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Laurentius. Ein besonders Erlebnis war im Jahr 1950 die Reise nach Rom. Die ehemalige Grefrather Gemeindereferentin Elisabeth Wieferig (1947-1954) meinte, dass damals in Grefrath schon die Ökumene begann.

Es gab schon früh einen so genannten Mütterkaffee. Anfang der 1960er-Jahre wurde der "Mütterkaffee" in die fünfte Jahreszeit des Rheinlandes, den Karneval, verlegt. Bis heute hat sich diese Veranstaltung gehalten. Es sind Jahr für Jahr tolle närrische Nachmittage bei der kfd. Im Jubiläumsjahr 1991 hatte der Verein noch stattliche 630 Mitglieder. Es gab damals sechs verschiedene Gruppen. Dies waren die Runde der Bezirkshelferinnen, zwischen 25 und 30 Frauen, die Missionshandarbeitsgruppe, der Frauentreff, die Theatergruppe, die Gymnastik-Gruppe und den Singkreis. Heute hat die kfd-Pfarrgruppe noch 280 Mitglieder. Das ist dem Geist der Zeit geschuldet.

Ein Ökumene-Schwerpunkt ist heute der alljährliche Weltgebetstag. Religiöse Weiterbildung wird in vielfältiger Form angeboten, aber auch Gruppen sind noch aktiv. Die Gemeinschaft beschäftigt sich heute mit einer Vielzahl von Themen und bietet regelmäßige Fahrten und Veranstaltungen an. Das zentral gelegene Cyriakushaus am Marktplatz ist ein idealer Treffpunkt. Die Gemeinschaft möchte in Kürze eine Werbeaktion für neue Mitglieder starten.

(mab)
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