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Serie: Frauen unternehmen etwas
Freiheit für eigene kreative Tätigkeit

Serie: Frauen unternehmen etwas: Freiheit für eigene kreative Tätigkeit
Unter anderem Ayurveda-Praxen gehören zur Kundschaft von Kathrin Spriewald. Zu den Angeboten gehören unter anderem Marketingstrategien und Webdesign. FOTO: sh
Kempen. Kathrin Spriewald gestaltet Grafik. Sie bietet Designleistungen für Neugründer und kleine Unternehmen. Für ihre Selbstständigkeit hat sie ihre vermeintliche Sicherheit aufgegeben. Von Jürgen Karsten

Das Internet macht es möglich: Nicht nur im Kreisgebiet, sondern auch in Osnabrück, Münster und Leipzig hat sie bereits Kunden. Dabei hat sich Kathrin Spriewald, beraten vom Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein (TZN) in Kempen, erst am 1. Juli selbstständig gemacht: Sie bietet unter dem Namen "Kamaladesign" Designdienstleistungen und -beratungen für Neugründer und Kleinunternehmen vor allem aus Branchen mit der Ausrichtung auf gesunde und nachhaltige Lebensführung und Beratung an.

Zu ihren Zielgruppen gehören vor allem Yogalehrer und -studios, Yogazentren, Meditationszentren, Ayurved-Praxen, Coaches, Antistresstrainer, Lebensberater, Gesundheits- und Ernährungsberater. Beratung und Konzeption von Corporate Identities (einheitliches Erscheinungsbild) und Marketingstrategien, Konzeption und Entwurf des Corporate Designs (Logo, Geschäftsausstattung, Werbeartikel und -maßnahmen sowie Webdesign) und die redaktionelle Websitebetreuung gehören zu den Angeboten der neuen Firma.

Kathrin Spriewald, die Keramikdesign, Bereich Porzellangestaltung, an der Hochschule Niederrhein studiert hatte, war acht Jahre lang als Grafik- und Textildesignerin angestellt tätig. Bereits ihr Vater war selbstständig, so reifte auch in ihr nach einer erzwungenen Zeit als Arbeitslose der Wunsch, eines Tages selbstständig zu arbeiten und die Freiheit für eigene kreative Tätigkeit zu haben. Sie gab ihre vermeintliche Sicherheit auf, ließ sich im TZN Kempen eingehend beraten, machte ein für sie wertvolles Gründerseminar mit und baute sich eine eigene Existenz auf.

Natürlich will sie für alle arbeiten, die ihr Aufträge geben. Vor allem aber kommt es ihr darauf an, mit Gleichgesinnten zusammen zu arbeiten, die wie sie für nachhaltige Lebensweisen eintreten. Dazu zählen bei ihr der Umweltschutz, die richtige, eventuell auch vegane Ernährung, der persönliche Lebensstil, der achtsame Umgang miteinander und die Denkweise.

Unter ihren Kunden sind viele Frauen, die wie sie denken oder in derselben Situation wie sie waren, für die Kathrin Spriewald nicht nur designt, sondern zu denen sie auch eine durchaus persönliche Beziehung aufbaut, weil sie viel Verständnis aufbringt. "In der Textilbranche ging es nur um zwei Dinge, Zeit und Geld. Mein Seelenheil ist aber nicht vom Geld abhängig. Mit meiner neugewonnenen Freiheit möchte ich sorgsam umgehen und mir Freiräume für kreatives Schaffen eröffnen", sagt die Neugründerin.

Sie weiß, dass vor allem Neugründer wie sie selbst Hilfe benötigen. Die will sie geben mit Hilfen beim Start, beim Webauftritt oder bei Werbeaktionen. Der Start, sagt sie, habe schon gut geklappt. Sie sei hervorragend vom TZN beraten worden, das habe den Weg geebnet.

Dass es vor allem in der Anfangsphase ein Auf und Ab geben werde, das sei ihr schon klar, das sei eben das Risiko der Selbstständigkeit. Ihre Firma "Kamaldesign" - der Name kamala bedeutet "Lotus"- ist im Internet mit einer Abbildung der indischen Göttin des Glücks, Lakshmi, gestaltet, die aus einer Lotusblume steigt. "Sozusagen aus dem Sumpf ans Licht, das ist die Botschaft. Das steht für meine Unternehmensphilosophie, nachhaltige Lebensweisen zu unterstützen", betont Kathrin Spriewald.

www.kamaladesign.de

Quelle: RP
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