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Stadt Kempen
Frühlingsfest: Die Premiere ist gelungen

Stadt Kempen: Frühlingsfest: Die Premiere ist gelungen
Die Kinder standen Schlange, um einmal übers Wasser laufen zu können. FOTO: Prümen Norbert
Stadt Kempen. Besonders am sonnigen Sonntag lockte das erste Kempener Frühlingsfest viele Menschen in die Altstadt. Aber auch das Konzert der Rock- und Popband "Anymore" am Samstagabend war trotz regnerischem Wetter gut besucht. Von Silvia Ruf-Stanley

Die Premiere des Frühlingsfestes kann der Werbering als Erfolg verbuchen. Denn trotz klassischem Aprilwetter mit einem nieseligen Samstag und einem sonnigen Sonntag kamen die erwünschten vielen Besucher in die Stadt.

"Es gibt noch ein paar Stellschrauben zu drehen", sagte Geschäftsführer Fred Klaas vom Werbering am Sonntag durchaus selbstkritisch. Aber insgesamt kam das Konzept eines Festes für die ganze Familie gut an. Die Kinder genossen die vielen Spielmöglichkeiten mit Hüpfburg und Wasserbällen auf dem Buttermarkt. Und auch die Idee, Moden- und Produktschauen der Kempener Händler mit Tanzeinlagen dazwischen zu kombinieren, kam gut an. Selbst Händler, die das ganze Konzept erst noch skeptisch betrachtet hatten, wollten bei einer Neuauflage sich an den Schauen beteiligen, so Klaas.

Die Band "Anymore" sorgte für tolle Stimmung, hier der Kempener André Horst mit einem klasse Gitarrensolo, rechts Sängerin Anika Genz. FOTO: Prümen Norbert

Die Familie Döring fühlte sich auf dem Buttermarkt am Samstag richtig wohl. Die beiden Kinder tobten in den Wasserbällen. Dort entstanden ständig neue Schlangen, weil alle einmal ausprobieren wollten, wie es ist, über das Wasser zu laufen. Derweil gönnten sich ihre Eltern einen Blick auf den "Catwalk" mit der Vorführung von neuer Mode und neuen Produkten. Das war sozusagen ein Querschnitt durch die Kempener Geschäftswelt. Dies kam bei der Familie gut an. Auch am Abend war der Buttermarkt beim Konzert der Pop- und Rockband "Anymore" trotz des Wetters gut besucht.

Auch in den übrigen Straßen war die Stimmung gut. Viele Besucher fanden es gut, dass sich jede Straße einem Thema widmete. "Das gibt mehr Ruhe und man kann besser aussuchen, was einen interessiert", sagte eine Besucherin. Ihre Begleiterin stimmte ihr zu: "Das ist nicht soviel auf einmal". Beide fanden auch gut, dass es nicht zu viele Anbieter gab. Mehr Platz, mehr Gelegenheit zum Stehenbleiben, um in Ruhe zu schauen und auch mal einen Plausch mit den Standbetreibern zu halten. Insgesamt hatte der Markt etwas Entspanntes an sich.

Die Idee, auf dem Buttermarkt Moden- und Produktschauen der Kempener Einzelhändler zu zeigen, kam beim Publikum bestens an. Die Vorführungen stießen auf großes Interesse. FOTO: Norbert Prümen

Am Sonntag brummte es dann richtig in der Stadt und auch in den Geschäften. Der zweite Vorsitzende Markus Claassen hatte kaum Zeit, Fragen zu beantworten, so viel war in seinem Geschäft los. Viele nutzten den verkaufsoffenen Sonntag, um sich über das Angebot der Kempener Geschäftswelt zu informieren. Die Kennzeichen auf den umliegenden Parkplätzen zeigten deutlich, dass auch dieses Fest viele Besucher aus dem nähren Umland, aber auch aus dem Ruhrgebiet und den benachbarten Niederlanden angelockt hatte.

Schon am Samstag trotzten kleine Rennfahrer beim Boby-Car-Führerschein dem Regen. Stolz hielt Jan (3 Jahre) seinen ganz neuen Führerschein hin. "Hab ich selbst gemacht!" Es war ein herrlicher Spaß für Kinder und die zuschauenden Erwachsenen, dabei zuzusehen. Um die Ecke auf der Kuhstraße hatte sich die Straße in ein wahres Blumenparadies verwandelt. Da stöberte gerade die Familie Severin an den Ständen. Die Familie mit zwei Kindern hat gerade gebaut, aber der Garten liegt noch brach. Also liefen sie zwischen Stauden und Frühjahrsblumen, Zwiebeln für Sommergewächse und Pflanzgefäßen hin und her. Die Entscheidung falle nicht leicht, waren sie sich einig. Aber beim zufälligen nächsten Treffen nach gut einer Stunde, als sie entspannt beim Essen auf dem Buttermarkt saßen und dem Treiben dort zusahen, zeigten sie stolz ihre Ergebnisse. Pfingstrosen waren im Korb, jede Menge Dahlienknollen und Gladiolen. Und bunte Hornveilchen, die schon jetzt den Frühling in den Garten zaubern. "So, jetzt gehen wir pflanzen", machte sich die Familie auf den Weg in den Garten - und fügte hinzu, dass das nieselige Wetter doch gerade richtig dafür wäre. "Der Niederrheiner kennt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", fügte der Vater noch lachend hinzu.

Die Premiere ist also gelungen, einer Wiederholung des Festes im nächsten Jahr steht also wohl nichts im Weg. Da sind sich neben den Besuchern auch der Werberingvorsitzende Armin Horst, der zweite Vorsitzende und der Geschäftsführer einig.

Quelle: RP
 
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