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Stadt Kempen
Fünftklässler auf Europareise

Stadt Kempen: Fünftklässler auf Europareise
Der Kempener Künstler Jürgen Hemkemeyer hatte mit Schülern im Pädagogischen Zentrums des Thomaeums ein großes Europa-Spiel gestaltet. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Jedes Jahr findet am Kempener Thomaeum der Europatag für die Fünftklässler statt. Das Motto lautete diesmal "Europa - wir kennen dich". Die Schüler bewiesen, dass sie sich bestens in der EU auskennen. Von Jannetta Janssen

In wie vielen Ländern gibt es den Euro als Währung? Wo, außer in Deutschland, sagt man noch "Auf Wiedersehen?" und in welchem Land steht die Christus-Statue? Diesen und noch vielen anderen Fragen stellten sich die Schüler der fünften Klassen am Kempener Gymnasium Thomaeum beim Europatag zum Thema "Reise durch Europa". An verschiedenen Stationen lernten die Kids zunächst verschiedenes über die europäischen Länder kennen. Was sie zu dem Zeitpunkt nicht wussten: "Am Ende des Tages wird vieles dazu abgefragt und die Klasse mit den meisten richtigen Antworten gewinnt", erklärte Elisabeth Zanders, Koordinatorin der Europaschule am Gymnasium.

Beim Europatag waren diesmal auch fünf Flüchtlingskinder und drei Kinder von Migranten beteiligt. Sie besuchen seit geraumer Zeit das Gymnasium und mussten bei der Planung des großen Europaspiels mit ihren Mitschülern auf Deutsch kommunizieren. "Die Herausforderung war, über die Länder und Hauptstädte zu sprechen, nur so konnte das Spiel erst entstehen", sagte Elisabeth Zanders. Ein musikalischer Teil lockerte den Projekttag auf: Einige Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 hatten sich etwas Besonderes ausgedacht. Sie stellten europäische Wahrzeichen akrobatisch dar. Die Fünftklässler passten sehr gut auf. Denn Lukas sah sofort, dass ein Wahrzeichen nicht nach Europa gehört: "Das ist die Freiheitsstatue, die steht in New York, und die Fackel hält sie übrigens auf der anderen Seite", sagte der Schüler mit einem Augenzwinkern und lachte. Auch die Christus-Statue, die in Portugal steht, konnten die Kinder direkt erkennen. In der Aula wurde es ganz still. Aufmerksam verfolgten die Schüler die Geschichte von Jakob Wimmers und Jan Angenendt, die dafür sogar vom Land NRW mit dem ersten Preis bei einem Europa-Wettbewerb ausgezeichnet wurden. Ein Mädchen aus Eritrea kämpfte sich mit ihrer Familie bis nach Deutschland durch. Die Familie war auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung. Großen Applaus gab es nach den letzten Zeilen von Jan Angenendt: "Ich bin eine neue Deutsche - ich bin ich".

Das Finale war schließlich ein Europaquiz, bei dem die Schüler mit ihrem Wissen über Europa glänzen konnten. Der schwierigste Teil schien ihnen hier noch bevorzustehen: Denn beim Stechen durften sie keinen Laut von sich geben. Ein von ihnen gewählter Teamplayer musste sich ganz allein für die richtige Antwort entscheiden. Einige Schüler hielten sich mit beiden Händen den Mund zu, während andere sich auf die Lippen bissen, sonst hätte womöglich noch eine Disqualifikation gedroht. Schließlich war das Spiel entschieden: Ein knapper Sieg für die Schüler der Klasse 5 c und diesen feierten sie mit einem großen Eimer voller Süßigkeiten, die aus ganz Europa stammen.

Quelle: RP
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