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Stadt Kempen
Für ein Leben im Dienst an den Menschen

Stadt Kempen: Für ein Leben im Dienst an den Menschen
Keine alltägliche Feier: Zwei junge Männer wurden in der Propsteikirche in Kempen von Weihbischof Karl Borsch zu Diakonen geweiht. FOTO: NORBERT PRÜMEN
Stadt Kempen. Der Kempener Michael Druyen und Dr. Dennis Rokitta aus Mönchengladbach wurden gestern von Weihbischof Karl Borsch in der Propsteikirche zu Diakonen geweiht. Von Silvia Ruf-Stanley

Es war eine sehr bewegende Feier am Samstagmorgen in der Propsteikirche. Der Kempener Michael Druyen und Dr. Dennis Rokitta aus Mönchengladbach wurden vom Weihbischof Karl Borsch, aus St. Hubert stammend, zu Diakonen geweiht. Ende Mai nächsten Jahres werden sie dann im Aachener Dom zu Priestern geweiht. Als Motto ihrer Feier hatten die beiden sich einen Satz aus den Schriften Jesajas ausgewählt. "Hier bin ich! Sende mich". Dies zog sich dann auch wie ein roter Faden durch den Gottesdienst.

Beide haben einen langen Weg hinter sich bis zum Theologiestudium. Druyen machte zunächst eine Ausbildung zum Mechatroniker, bevor er sich für den Weg zum Priestertum entschloss. Auch Rokitta ging erst Umwege. Er studierte erst Chemie, dann Medizin. Beide gingen sehr besonnen die Entscheidung fürs Priesteramt an. Druyen war geprägt durch die kirchliche Jugendarbeit. Rokitt reizt, wie er selbst sagt, das Zusammenspiel verschiedenster Menschen in der Kirche.

In seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste in der Propsteikirche betonte Propst Dr. Thomas Eicker, dass zwei junge Männer sich entschieden hätten, Gott und den Menschen zu dienen, sowohl mit Hand und Fuß als auch Herz und Gedanken. Sie seien bereit, sich "einfangen zu lassen in die Reihe der Apostel".

Weihbischof Karl Borsch nahm in seiner Predigt den Gedanken auf. Er erinnerte daran, dass man früher in die Mission ging. Nun aber wäre man in der globalen Welt mitten in der Mission. Das sei ein Auftrag für alle Getauften und Gefirmten, so der Weihbischof. Auch wenn das oft schon fast als Schimpfwort empfunden würde. Er erinnerte an die Worte Jesu "Geht zu allen Völkern und macht sie zu meinen Jüngern". Er sah dies in seiner Predigt als Aufforderung zur Toleranz, zum Miteinander der Menschen. "Uns liegt an den Menschen, deshalb sind wir missionarisch." Die jungen Diakone ließen sich auf ein Abenteuer ein, so Borsch. Sie würden auf eine Mission geschickt, die abenteuerlich sei. Denn es gebe auf das Leben keine theoretischen Antworten. Auf sie warte ein Leben im Dienst an den Menschen, der Spur Jesu folgend. Gleichzeitig gab der erfahrene Priester seinen jungen Mitbrüdern einen guten Rat: "Pflegen Sie Ihre Schwächen nicht, aber schämen Sie sich auch ihrer nicht." Und er sagte: "Sie sind zerbrechliche Gefäße, die aber einen Schatz in sich tragen." Gleichzeitig gab er ihnen noch den guten Rat auf den Weg, dass sie nicht allein gelassen seien in der Gemeinschaft. "Lassen Sie sich senden, die Menschen warten auf Sie."

Anschließend wurden die neuen Diakone durch Handauflegen vom Weihbischof geweiht. Diese Zeremonie befähigt die jungen Männer zum Dienst in der Kirche. Dem folgte das Weihegebet. Danach erhielten die Diakone ihre Stola und die Dalmatik, das liturgische Gewand eines Diakons. Anschließend knieten Druyen und Rokitta einzeln vor dem Weihbischof nieder. Sie bekamen das Evangeliar überreicht als Zeichen ihrer Aufgabe mit den Worten "Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bis du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben, was Du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben." Zum Abschluss tauschten die neu geweihten Diakone mit ihren Mitbrüdern und den Priestern Karl Borsch, Propst Dr. Eicker, Regens Monsignore Dr. Stefan Dückers, Spiritual Georg Lauscher und Pfarrer Heinz-Josef Biste den Friedensgruß aus. Zum Ausklang der Messe läuteten alle Glocken der Kirche noch lang. Die Gäste machten sich auf den Weg zum Empfang in die Paterskirche. Viele hätten ihren Weg wohl nicht gefunden, wenn nicht Kempens Original Ferdi den richtigen Weg gewiesen hätte.

Quelle: RP
 
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