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Stadt Kempen
Ganz viel Lob fürs neue Wohngebiet

Stadt Kempen: Ganz viel Lob fürs neue Wohngebiet
Mit einem kleinen Fest wurde gestern Nachmittag das neue Spiel- und Freizeitgelände im Neubaugebiet "An der Kreuzkapelle" in Kempen eröffnet. Die Rheinische Post war mit der "Mobilen Redaktion" vor Ort. FOTO: wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Bei der Eröffnung des neuen Spiel- und Freizeitgeländes an der Kreuzkapelle waren die Kempener gestern begeistert vom genannten Grünanger und dem Wohngebiet. Am RP-Stand gab es auch Anregungen für kleinere Verbesserungen. Von Willi Schöfer

"Das ist schon ein fantastisches Entree, wenn die Autofahrer über die St. Töniser Straße in Kempen reinfahren", sagte gestern am Stand der Rheinischen Post Astrid Hinrichs, die an der Friedrich-Kramer-Straße wohnt. Sie meinte den Grünanger und die gerade entstandene große Spiel- und Erholungsfläche, die selbst Volker Rübo ausprobierte. In Anzug und Krawatte schoss er die 30 Meter lange Seilbahn hinunter. Kurz zuvor hatte der Bürgermeister offiziell den Treff für groß und klein freigegeben.

Viele Kinder, darunter Paula, Alina und Lina, die nach den Ferien in die Klasse 6 b des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums gehen, waren schon viel früher da, probierten Klettergerät und Seilbahn aus. "Das ist schon stark hier, eine Reckstange wäre aber auch nicht so schlecht", meinte die elfjährige Lina. Etwa 200 kleine und große Besucher kamen gestern Nachmittag vorbei, sahen sich im Neubaugebiet "An der Kreuzkapelle" die grüne Begegnungs- und Spielfläche an. Viele waren voll des Lobes. "Einmalig", "total gelungen" oder "ein Mehrwert für Kempen insgesamt" - dies waren nur einige der positive Stimmen. "Das hier ist wunderbar", sagte beispielsweise die 82-jährige Katharina Waldin, die mit ihrem Rollator vom St.-Peter-Stift gekommen war.

"Das ist schon toll, wie das Gelände schon seit einigen Tagen in Beschlag genommen wird", meinte Bürgermeister Rübo. Er nutzte inmitten von Apfelbäumen, Buchen und Linden, von Sitzelementen und Picknicktischen, die Gelegenheit, all denjenigen zu danken, die diesen Grünanger auf einer Gesamtfläche von rund 14.400 Quadratmetern ermöglicht hatten. Angefangen von seinen Planern Petra Schlaghecken und Gregor Nottelmann über die externen Landschaftsgestalter bis hin zu den Baumspendern und dem Naturschutzbund Nabu, der bei der Anlage der Wildwiesen ihren Sachverstand unter anderem durch Heinz Tüffers eingebracht hatte. Volker Rübo hofft, dass dort auch möglichst viele kleine wie große Kempener zusammen kommen - sei es zum Picknick, zum Klönen, zum Federballspiel oder im Herbst zum Drachenfliegen.

Mit dabei waren auch einige Damen des angrenzenden Mehrgenerationenhauses - so die Leiterin des Kempener Vereins "Besser gemeinsam Wohnen", Elke Müller-Hüwe, die ebenfalls über die Anlage dieses Parks sehr glücklich ist.

Am Stand der Rheinischen Post gab es noch einige Anregungen. So war Imke Buning, die an der Selma-Bruch-Straße wohnt, mit ihren beiden Kindern zur Einweihung gekommen. Ihre Tochter Lia ist fünf, Sohne Jaarne zwei Jahre alt. Sie sagte: "Meine Tochter schwärmt bereits von diesem Platz, aber leider fehlt hier was für meinen Sohn, also für die kleineren Kinder." Es gäbe zwar in der Nähe Kleinkinderspielplätze, aber wenn man mehrere Kinder habe, sei dies schon ein Problem. Dies sagten auch andere.

"Hoffentlich ist der Stabgitterzaun an der St. Töniser Straße nicht so niedrig, dass da die Bälle auf die Straße fliegen", wurde ferner gesagt. Und das an der Fritz-Wingen-Straße wohnende Ehepaar Klaus und Christiane Matzke wünscht, dass auf den Zebratreifen im Kreuzungsbereich Diekmann-/St. Töniser Straße noch besser hingewiesen wird; Klaus Matzke: "Viele Autofahrer, die aus Kempen rausfahren, sehen den Zebrastreifen zu spät, zumal ein großer Baum im Weg steht."

"Wir fühlen uns hier in Kempen sehr wohl, wollen hier nie weg", meinte das Ehepaar Heinz und Gaby van Gerven, das Ende 2014 im ersten Bauabschnitt "An der Kreuzkapelle" sein neues Haus bezogen hatte. Die Anwohner klagten aber über den Wildwuchs auf einigen noch unbebauten Grundstücken.

"Eine öffentliche Toilette hier wäre auch nicht so schlecht", meinte auf dem Grünanger der 87-jährige Josef Hermes. Der 81-jährige Gerd Tekolf hofft, "dass die Erwachsenen mit darauf achten, dass sich hier die jungen Leute anständig benehmen und vernünftig mit den Spielgeräten umgehen."

Die 62-jährige Gisela Friedrich war von der Margeritenstraße gekommen und sprach den Bürgermeister direkt an: "Hier ist etwas Wunderschönes für den Kempener Süden entstanden, aber was passiert im Kempener Norden?" Sie vermisst dort, so für die Familie ihrer Tochter, neuen und größeren Wohnraum. Volker Rübo nannte einige Bauvorhaben - so für zusätzliche preiswerte Mietwohnungen für junge Familien am Heyerdrink.

Quelle: RP
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