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Stadt Kempen
Gebühren für Kleingeld: Kunden sind sauer

Stadt Kempen. Die Tatsache, dass die Sparkasse Gebühren für die Annahme von Münzgeld nimmt, lässt viele Bürger den Kopf schütteln. "Es war so eine Angewohnheit von mir, das Kleingeld aus dem Portemonnaie regelmäßig in ein Glas im Küchenschrank zu schütten. War es voll, brachte ich es zur Bank. Das so gesparte Geld habe ich immer genutzt, um mir Extrawünsche zu erfüllen. Wenn ich jetzt fünf Euro bezahlen muss, damit das Geld überhaupt gezählt und auf mein Konto eingezahlt werden kann, verzichte ich darauf", sagt Sabine Hanke.

Sie spare doch nicht, damit die Bank daran auch noch verdiene, fügt die Kempenerin an. Das Schwätzchen, wenn das Geld aus ihrem Kleingeldsparscheinchen gezählt wurde, wird Judith Kern vermissen. "Man ging mit seinem Beutelchen zur Bank, schätzte, was wohl drin sein würde und freute sich, wenn man gut geschätzt hatte oder noch besser, wenn mehr im Sparschwein drin war. Es hat Spaß gemacht, aber das Kleingeldsparen ist seit der Gebühren für mich Geschichte", sagt Kern.

Als unmöglich empfindet eine 74-jährige Grefratherin die Gebührenerhebung. "Das ist Abzocke. Ich zahle nicht gerne mit Kleingeld, weil ich dafür immer länger brauche und dann regen sich alle in der Schlange an der Kasse hinter mir auf. Also habe ich es gesammelt und zur Bank gebracht", sagt die Seniorin. Eine jüngere Grefratherin will die Möglichkeit nutzen, bis zu 50 Münzen kostenfrei zählen zu lassen. "Ich werde in Zukunft genau 50 Münzen abzählen und damit gehe ich zur Bank.

Dann werden keine Gebühren fällig", sagt die 34-Jährige. Kostenfrei bleibt es auch für Rebecca. Das liegt an ihrem Alter. "Ich bin erst neun Jahre alt und muss nichts bezahlen, wenn ich mein Sparschwein zur Bank bringe", sagt das Mädchen.

(tre)
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