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Stadt Kempen
Gebühren in Kempen weitgehend stabil

Stadt Kempen: Gebühren in Kempen weitgehend stabil
Bei der Abwasserbeseitigung gibt es für 2018 in der Regel günstigere Tarife. FOTO: Tinter
Stadt Kempen. Mit dem neuen Jahr ändern sich regelmäßig Gebührentarife in den Städten und Gemeinden. Die neuen Sätze für Kempen hat der Stadtrat noch im alten Jahr beschlossen. Die Müllabfuhr wird günstiger, die Straßenreinigung teurer. Von Andreas Reiners

Auch wenn der neue Entsorgungskalender noch nicht in jedem Haushalt vorliegt und erst noch verteilt werden muss, die erfreuliche Nachricht für die Kempener Bürger: Die Müllabfuhr wird in diesem Jahr günstiger. Maßgeblich sind die Gebührensätze, die der Abfallbetrieb des Kreises Viersen für alle neun Städte und Gemeinden für 2018 festgelegt hat. Danach sinken die Kosten, die die Bürger für die Müllentsorgung zu tragen haben, kreisweit. Auch die Kempener werden davon profitieren. Bei der Gebührenberechnung für 2018 hat das zuständige städtische Tiefbauamt unter anderem berücksichtigt, dass die Abfallmengen beim Hausmüll und bei Bioabfällen in den beiden zurückliegenden Jahren 2016 ud 2017 leicht gesunken sind. Auch die Menge Sperrmüll ist geringer ausgefallen als kalkuliert, bei Altholz aus Sperrmüll entsprach das Sammelergebnis in etwa der Planung. Lediglich beim Grünabfall wurden größere Tonnagen verzeichnet. Außerdem sanken die Deponiegebühren des Kreises und die Einnahmen beim Altpapier stiegen.

Konkret bedeutet dies, dass im neuen Jahr die Kosten für die Müllabfuhr beim Restmüll um knapp fünf Prozent sinken. Die Stadt hätte die Kosten noch weiter senken können, will aber den Restbetrag aus Überschüssen aus den Vorjahren vorsorglich für mögliche Erhöhungen bei den Abfuhrunternehmen in den Folgejahren zurücklegen. Sei's drum. Fest steht: Für die 14-tägige Regelabfuhr muss jetzt 30,84 Euro pro Jahr (2017: 32,40 Euro) bezahlt werden, bei wöchentlicher Abfuhr sinken die Kosten von 36 auf jetzt 34,32 Euro. Auch die Tarife bei den so genannten Gefäßgebühren sinken - um fast zwölf Prozent.

Bei der Straßenreinigung steigen die Gebühren dagegen in diesem Jahr an. Hintergrund: Die Stadt Kempen musste die Straßenreinigung für die Jahre 2018 bis 2022 neu ausschreiben. Seit 1. Januar ist die Firma Lankes aus Brüggen mit ihren Kehrmaschinen im Kempener Stadtgebiet im Einsatz. Sie hatte zwar gegenüber der Kempener Firma Schönmackers Umweltdienste bei der Ausschreibung ein günstigeres Angebot vorgelegt, gleichwohl wird es jetzt für die Bürger im Ergebnis um etwa 60.000 Euro pro Jahr teurer. Je nach Berechnungsfaktor steigen die Kosten von bisher 1,32 auf nun 1,41 Euro.

Die Abwassergebühren orientieren sich an den Kosten, die die Entwässerungsverbände, zum Beispiel der Niersverband, den Kommunen in Rechnung stellen. Der Niersverband plant eine drastische Erhöhung um 40 Prozent ab 2019. Darüber wird die Verbandsversammlung aber erst im Laufe dieses Jahres entscheiden. Die Kommunen haben gegen ein solch drastische Anhebung bereits protestiert.

Fest steht aber, dass die Abwassergebühr für Benutzer abflussloser Gruben je Kubikmeter Schmutzwasser von bisher 6,81 auf nun 6,59 Euro sinken. Die Schmutzwassergebühr sinkt für Benutzer, die unmittelbar von einem Entwässerungsverband zu Beiträgen herangezogen werden, je Kubikmeter von bisher 1,45 Euro auf 1,30 Euro, für alle anderen von 2,43 auf 2,29 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser.

Bei der Beseitigung von Regenwasser bezahlt man nun in der Stadt Kempen je Quadratmeter bebauter oder befestigter Fläche einen Cent mehr - statt wie bisher 75 jetzt 76 Cent. Für Klärschlamm reduziert sich die Entsorgung von bisher 33,60 auf 28,50 Euro pro Kubikmeter.

Unverändert bleiben die Hebesätze bei der Grund- und der Gewerbesteuer. Die Politik plant derzeit auch keine Veränderungen. Die Grundsteuer A (für landwirtschaftliche Betriebe) liegt bei 290 Prozentpunkten, die Grundsteuer B (für Grundstücke) sowie die Gewerbesteuer bei jeweils 440 Prozentpunkten. Eine Senkung der Gewerbesteuer ist aus Sicht der Stadt nicht zweckmäßig. Kempen liegt im Vergleich zu anderen Kommunen in der Region am unteren Ende der Skala. Im Kreis Viersen liegt nur die Gemeinde Brüggen mit einem Hebesatz von 425 Prozentpunkten bei der Gewerbesteuer niedriger.

Quelle: RP
 
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