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Gemeinde Grefrath
Gefährlicher Weg zu den Laichgewässern

Gemeinde Grefrath. Der Amphibienzaun des Naturschutzbundes in Oedt hat vielen Tieren das Leben gerettet.

Der Weg vom Biotopgelände von der Grundschule in Oedt zu den Laichgewässern im Renaturierungsgebiet Burgbenden ist für viele Amphibien ein lebensgefährliches Unterfangen. Sie müssen die befahrene Mühlengasse überqueren. Der Krötenzaun der Amphibienschützer des Nabu-Grefrath hat nun bereits im zweiten Jahr vielen Tieren das Leben gerettet.

Die zwei Feuchtbiotope auf dem Gelände des Naturerlebnisgartens neben der Grundschule sind ein wahres Amphibienparadies. Zahlreiche Frösche, Kröten und Molche sind hier zu Hause. Sie finden ein reichhaltiges Nahrungsangebot und genügend Verstecke, um sich vor Feinden oder ungünstiger Witterung in Sicherheit zu bringen. Zur Fortpflanzung sind die wechselwarmen Tiere jedoch auf geeignete Laich-Gewässer angewiesen. Feuchte Witterung und Temperaturen über fünf Grad sorgen daher regelmäßig ab Februar für Aufbruch-Stimmung. Die Amphibien begeben sich auf ihre gefährliche Wanderung in Richtung des renaturierten Niers-Altarms.

Alle heimischen Amphibienarten sind im Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Arten geführt. Durch Straßenverkehr, Pflegemaßnahmen oder den Eintrag von Schadstoffen leben Amphibien in der modernen Kulturlandschaft trotzdem gefährlich und die Tiere sind auf zusätzlichen Schutz angewiesen. Die Amphibienretter des Nabu haben mit Unterstützung von rund einem Dutzend Helfern im Februar daher zum zweiten Mal nach 2015 einen Krötenzaun an der Mühlengasse installiert. Die Sammelstellen an dem rund 100 Meter langen Zaun werden zur Wanderzeit täglich kontrolliert. Wie andernorts mussten die Grefrather Amphibienschützer in diesem Jahr recht lange auf gutes Reisewetter warten. Um Ostern herum war es schließlich so weit: Grasfrosch, Erdkröte, Teichmolch und Co. machten sich zahlreich auf den Weg.

Bis Mitte April konnten die Grefrather Naturschützer rund 180 Amphibien, davon 112 Erdkröten, 53 Grasfrösche und 15 Molche am Krötenzaun und an der benachbarten Steinfunder Straße aufnehmen, sicher über die Straße bringen und in Richtung Laichgewässer der Niersaue aussetzen. Als besonders effektiv erwies sich die im Vergleich zum vergangenen Jahr 25 Meter lange Zaunerweiterung. An dieser Stelle war die Zahl der überfahrenen Tiere vorher immer sehr hoch.

Quelle: RP
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