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Stadt Kempen
Gegen den Jugendwahn

Stadt Kempen: Gegen den Jugendwahn
Mit diesem Outfit will Bärbel Buske in Bad Neuenahr zum Finale antreten. FOTO: achim hüskes
Stadt Kempen. Bärbel Buske hat es in die Top 40 der "Miss 50 plus Germany" geschafft. Jetzt braucht die Kempenerin Unterstützung, um ins Finale der besten 20 Teilnehmerinnen zu kommen. Von Bianca Treffer

Das Lachen ist offen und herzlich, die Augen blitzen hinter der randlosen Brille, die Hände erzählen mit - wenn Bärbel Buske von ihrer Teilnahme an der Wahl zu "Miss 50 plus Germany berichtet", dann ist die Lebensfreude und Herzlichkeit der Kempenerin auf der ganzen Linie spürbar. "Eigentlich war es ein Zufall, dass ich mich angemeldet habe", verrät sie. Den Wettbewerb als solchen kennt die 59-Jährige, weil sie ihn bereits im vergangenen Jahr im Fernsehen verfolgt hat. "Damals dachte ich schon, da könnte ich mich auch mal bewerben. Doch wie das so ist, hat man es im Alltagsleben nicht gemacht", erinnert sich Buske. Mitte August entdeckte die Kempenerin dann im Internet zufällig eine Info über die "Miss 50 plus Germany". Sie klickte an, stellte fest, dass die Bewerbungsfrist noch zwei Tage lief und entschied sich spontan, ihre Bewerbung einzureichen. Aktuelle Fotos von ihr gab es, da Buske erst kurze Zeit zuvor ein Fotoshooting gemacht hatte. "Ich fühle mich topfit und finde es wichtig zu zeigen, dass man, auch wenn es ein paar Falten im Gesicht gibt, Spaß am Leben hat. Das Wichtigste ist die Lebensfreude und eine positive Stimmung, egal wie alt man ist. Der Jugendwahn ist nicht alles", erklärt Buske die Hintergründe ihrer Teilnahme.

Die Bewerbung ging los, doch es kam weder eine Eingangsbestätigung noch eine Antwort. Für Buske war klar, es hat nicht geklappt. Umso größer die Überraschung, als sie im Internet die Seiten anklickte und feststellte, sie ist dabei. Rund 400 Frauen aus ganz Deutschland hatten sich beworben und erhielten über das Internet ein Voting. 160 Frauen kamen weiter. Die nächste Auswahl traf eine Fachjury, die die Zahl auf 60 Teilnehmerinnen dezimierte. Per Mail folgte eine Einladung nach Bad Neuenahr zu einem ersten Casting direkt vor einer Jury, wobei sich die Frauen in ihrem Lieblingsoutfit vorstellen sollten. Für Buske war sofort klar, was sie anziehen wollte. "Meine Lieblingsdesignerin ist Daisy Gual, weil sie bunte, lebensfrohe Kleidung macht, die meine Einstellung zum Leben widerspiegelt. Ich hatte einen Mantel für den Herbst von ihr gekauft und der sollte es sein", berichtet die selbstständige Kosmetikerin. Vor zwei Wochen fuhr sie, begleitet von ihrem Lebensgefährten Roland Worledge, nach Bad Neuenahr. "Ich finde es toll, dass Bärbel mitmacht und wollte vor Ort Daumen drücken", sagt Worledge. Aber nicht nur er hielt die Däumchen, Buskes drei Kinder und der gesamte Freundeskreis fieberten mit, allerdings daheim. In Bad Neuenahr war Buske in ihrem schwarzen Overall, den Schnürschuhen mit dem gestreiften Absatz und den aus verschiedenen Stoffen und bunten Knöpfen zusammengesetzten Mantel die Nummer eins, die vor die Jury treten und ein wenig von sich und den Gründen, bei der Miss-Wahl mitzumachen, erzählen musste. Ihr Auftritt überzeugte und sie fand sich bei den Top 40 wieder, die in die nächste Runde gekommen waren.

Doch nun ist die Hürde groß. Um es in die Top 20 zu schaffen, die dann beim großen Finale mit Moderator Joachim Llambi in Bad Neuenahr vor der Kamera flanieren, steht ein Telefon-Voting an. Die Infos über das Voting in die Top 20 laufen über die Fernsehzeitschrift "RTV". Hier können die Telefonnummern für die 20 Frauen ab dem 19. Oktober per Internet abgerufen werden. Jetzt hofft Buske, dass sich viele die Mühe machen, ihre Nummer, die sie selber auch noch nicht weiß, herauszusuchen und anzurufen. "Ich würde es schon gerne ins Finae schaffen. Mir liegt es am Herzen, in dieser Angelegenheit erfolgreich zu sein, stellvertretend die Kempener 50plus Generation zu repräsentieren und die Botschaft vermitteln zu dürfen, dass älter werden kein unausweichliches Übel sondern eine wahre Freude ist", hebt Buske hervor.

Quelle: RP
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