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Gemeinde Grefrath
Gegen Lampenfieber hilft donnernder Applaus

Gemeinde Grefrath: Gegen Lampenfieber hilft donnernder Applaus
Auch tolle Hebefiguren hatten die Grefrather Grundschüler bei ihrem Zirkusprojekt einstudiert. FOTO: Prümen
Gemeinde Grefrath. Eine Woche lang probten die Grefrather Grundschüler als kleine Zirkusartisten. Am Ende gab es tolle Aufführungen.

Zoe und Philipp schlottern nicht nur die Knie. Die beiden Grundschüler zittern durch und durch. "Wir sind krank. Wir haben Fieber", verkünden sie unisono. Eine Aussage, die Berrit Liebisch-Wiggert besorgt schauen lässt. "Richtiges Fieber?" möchte die Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Grefrath wissen. "Lampenfieber", schallt es ihr entgegen. Herzliches Lachen ist die Antwort von den Besuchern, die im Zelt vom "Circus Soluna" sitzen. Doch was macht man gegen Lampenfieber? Berrit Liebisch-Wiggert kennt das richtige Rezept und das lautet Applaus. Alle Zuschauer helfen mit. Durch das ganze Zelt dröhnt ein lauter Applaus samt Fußgetrampel und Pfeifen. Und es wirkt. Das Lampenfieber ist weg und die drei jungen Nachwuchsartisten geben mit einem "Manege frei" das Zirkusrund für die Aufführung frei.

Zum zweiten Mal war der Zirkus in die Grefrather Grundschule gezogen. Für eine Woche standen statt Rechnen, Sachkunde, Lesen und Schreiben Fächer wie Akrobatik, Jonglage, Seiltanz und Zaubern auf dem Stundenplan. Alle 307 Kinder beschäftigten sich für eine Woche mit dem Thema Zirkus und trainierten in den verschiedenen Gruppen. Was sie dabei lernten präsentierten sie in mehreren Vorstellungen in dem neben dem Schulgebäude aufgebauten Zirkuszelt.

Die ersten jungen Akrobaten sind unterdessen in die Manege gelaufen. Über schwarzen T-Shirts und Hosen glitzern bunte Paillettenwesten. Die bunt gemischte Gruppe von Erst- bis Viertklässlern baut Pyramiden in verschiedenen Formen. Gezeigt werden diverse Hebefiguren. Junge Artisten, denen man den Spaß an der Präsentation ansieht, begeistern Eltern, Großeltern und Geschwister. Im Rhythmus der Musik klatschen die Besucher mit, während bei der nächsten Nummer bunte Tücher zum Einsatz kommen. Selbst ein Gips kann engagierte Artisten nicht vom Auftritt abhalten. Katinka tritt nämlich mit ihrem eingegipsten Arm auf und wirbelt einen Reifen durch die Gegend. Laufen auf Bällen, von einem Ball auf den nächsten hüpfen, auf ihnen durch Hula-Hoop-Reifen springen - die Akrobatikgruppe zeigt Gleichgewichtsinn.

Lachen beim Auftritt der Clowns, Staunen bei den Zauberern, die aus losen Tüchern verknotete Varianten machen, ohne die Tücher zu berühren. Atemlose Spannung, als die Feuergruppe zeigt, wie sie mit Flammen umgehen kann. Feuer rollt auf Armen entlang und tanzt auf Fingern. Es gibt magische Momente, als es im Zelt dunkel wird und die Grundschüler Poi durch die Luft wirbeln lassen, so schnell, dass sie leuchtende Kreise ergeben. Die Arbeit am Trapez fehlt ebenso wenig wie das Balancieren auf dem Hochseil. Die nächste Gruppe bringt Lunasticks zum Einsatz. Zwei Sticks in der Hand werfen die Artisten einen dritten in die Höhe und fangen ihn gekonnt wieder auf. Es ist eine Aufführung, die kleine wie große Zuschauer in den Bann zieht und immer wieder jede Menge Applaus auslöst.

(tre)
 
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