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Kempen
Geheimnisvolles Wespennest

Kempen. Die Ortsgruppe Kempen im Naturschutzbund (Nabu) hat neuerdings eine eigene feste Kindergruppe. Zweimal im Monat gehen die jungen Mitglieder bei ihren Gruppenstunden auf Entdeckunsgreise in die Natur. Von Natascha Becker

Stadt Kempen „Uhh, was ist das denn?“, ruft Ulrike Fode, und schon schnellen Köpfe zu ihr herum. Acht Kinder, die gerade im Raum der Pfadfinder im St. Huberter Marienheim die Jacken ausziehen, recken neugierig den Hals, als Fode mit einem etwas skeptischen Gesicht die Hand aus ihrer Jackentasche zieht. Dann muss sie lächeln. Eine kleine grüne Raupe krabbelt auf ihrer Hand. „Mama, wie kommt die denn in deine Tasche?“, will Magnus wissen und hält die Hand auf.

Alle stehen neugierig um den Sechsjährigen herum, auf dessen Hand die Raupe jetzt läuft. Iris Volk hat schon zum Bestimmungsbuch gegriffen und blättert eifrig. „Das ist sie. Die Raupe wird einmal ein Zitronenfalter“, erklärt die Gruppenleiterin der Nabu Kindergruppe Kempen-St. Hubert den Kindern und der noch anwesenden Mutter. Dann wird eine Becherlupe zweckentfremdet und die kleine Raupe samt einigen Blättern, die Magnus schnell draußen geholt hat, hinein gesetzt. „Ihr könnt sie mit nach Hause nehmen und beobachten, wie sie sich verpuppt“, rät Uta van Ouwerkerk, ebenfalls Gruppenleiterin. Mutter und Sohn nicken.

Dann aber rückt die Raupe in den Hintergrund, die Gruppenstunde der Nabu Kindergruppe Kempen-St. Hubert beginnt mit einem lustigen Grillenspiel. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat trifft sich die Gruppe, die aus insgesamt zehn Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren besteht, und geht in der Sieben-Tümpel-Fläche des Nabus im Schadbruch auf Natur-Entdeckungsreise. Das wäre heute eigentlich auch der Fall – wenn das Wetter nicht so unfreundlich wäre. Also weicht man ins Marienheim aus. Iris Volk und Uta van Ouwerkerk leiten die Gruppe, die sich seit April diesen Jahres regelmäßig trifft.

Auch wenn es Bindfäden regnet und man innen ist, fehlt die Natur nicht. Hans Palm, der Nabu Ortsleiter von Kempen, hat Wespennester mitgebracht. Die Begeisterung bei den Kindern ist groß. „Wisst ihr, woraus ein Wespennest besteht?“, will Palm wissen. Kopfschütteln bei den Kids und Palm beginnt zu erklären. „Die Wespen schälen Holz ab, vermischen es mit ihrem Speichel, was wiederum die papierartige Masse ergibt, aus denen sie ihre Nester bauen.“ Ob es schwer sei, möchte Hannah wissen. Palm fordert zum Anheben auf. „Das ist ja total leicht“, ist die Neunjährige überrascht. Aber nicht nur das Wespennest fasziniert an diesem Nachmittag. Grillenspiel und summende Bienen basteln gehören unter anderem ebenfalls zu den Angeboten. Viel zu schnell gehen die zwei Stunden herum, und die Kinder sind schon gespannt, was sie in zwei Wochen erwartet. Frage des Tages

Quelle: RP
 
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