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Gemeinde Grefrath
Gemeinsam für den Artenschutz

Gemeinde Grefrath: Gemeinsam für den Artenschutz
Rolf Brandt (l.) setzte die Pflanzen mit Judith Tenhaef sowie Alice und Torsten Peil mit Jonas und Helena. FOTO: Hengsten
Gemeinde Grefrath. Nabu und Förderverein St. Vitus ziehen an einem Strang.

Eine Hecke aus ökologisch wertvoller Hainbuche und Hundsrose schmückt seit neuestem den Seiteneingang von St. Vitus in Oedt. Der Nabu Grefrath und Mitglieder des Fördervereins St. Vitus haben in einer Gemeinschaftsaktion mehr als 70 Pflanzen in einen schmalen Streifen entlang der Rollstuhlrampe gesetzt. Das Beet war bereits vorab von ehrenamtlichen Helfern vorbereitet worden. Der Förderverein unterstützt die Kirchengemeinde unter anderem bei der Instandhaltung und Unterhaltung des Kirchengebäudes, dazu zählt auch die Pflege der Außenanlagen. Die Finanzierung des Pflanzgutes übernahmen je zur Hälfte der Nabu und der Förderverein. "Wir konnten dafür Gelder aus einer Spende der Volksbank Kempen-Grefrath aus dem vergangenen Jahr verwenden", so Rolf Brandt, Leiter der Grefrather Nabu-Gruppe.

Mit Harke und Spaten ausgerüstet pflanzten Fördervereins-Vorsitzende Judith Tenhaef mit den Gemeinde- und Nabu-Mitgliedern Alice und Thorsten Peil sowie den beiden jüngsten Helfern Jonas und Helena die kleinen Hainbuchen und Hundsrosen.

Als einheimische Pflanzen sind Hundsrosen und Hainbuchen wertvolle Nahrungsquelle für viele Tierarten. Insbesondere die Hundsrose mit ihren Blüten im Frühsommer und den Hagebutten im Herbsschätzen zahlreiche Vögel, Insekten und Bienenarten für einen kleinen Imbiss. Die Heckenpflanzen bieten außerdem Schutz vor Feinden und dienen Vögeln als wichtige Brutplätze. "Traditionelle Hecken aus heimischen Gehölzen sind Teil der niederrheinischen Kulturlandschaft und für den Erhalt der Artenvielfalt extrem wichtig. Für uns zählt daher jeder Meter", betont Brandt.

Der Nabu und der Förderverein waren Anfang des Jahres bereits an anderer Stelle in Sachen Artenschutz aktiv. Der Dachreiter auf dem Dachfirst der Kirche ist Standort eines Wanderfalkenkastens. Für viele Vogelarten gehen Brutmöglichkeiten in Siedlungsgebieten zunehmend verloren. Bei Gebäudesanierungen werden vorhandene Brutnischen und Einfluglöcher häufig verschlossen. So konnten am Oedter Kirchturm früher häufig Falken beobachtet werden, die durch die offenen Scharten in den Hauptturm geflogen sind und dort auch gebrütet hatten.

Die Aktiven von Nabu und Förderverein hoffen nun, dass das neue Wohnungsangebot bald entdeckt und bezogen wird.

Quelle: RP
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