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Gemeinde Grefrath
Gepflegter Oldie sorgt für Badespaß

Gemeinde Grefrath: Gepflegter Oldie sorgt für Badespaß
Ab heute ist das Freibad an der Dorenburg in Grefrath wieder geöffnet. Es ist aufwendig saniert worden. FOTO: Wolfgang Kaiser
Gemeinde Grefrath. Im Grefrather Freibad an der Dorenburg beginnt die Saison erst am heutigen Samstag. Reparaturarbeiten haben den Start verzögert. Dauerkarten werden im Preis reduziert angeboten. Von Bianca Treffer

Die Gemeindewerke Grefrath waren sich sicher, dass sie die Freibadsaison vor den Sommerferien eröffnen können und genau das ist jetzt auch der Fall. So mancher Badbesucher hat schon sehnsüchtig auf die Öffnung des Freibades an der Dorenburg gewartet. Der Grund für die Verzögerung in diesem Jahr liegt in Renovierungsarbeiten im Bad. Die mussten erst komplett abgeschlossen werden. Es hatte Probleme mit der Chlorierungsanlage gegeben.

Im vergangenen Jahr hatte das Kreisgesundheitsamt Viersen eine Funktionsprüfung gefordert. Dabei sollte geprüft werden, ob sich das gechlorte Wasser überall gleichmäßig im Becken verteilt. Dies war nicht der Fall und daraus ergab sich ein Reparaturbedarf. Weil das Freibad eine Längsdurchströmung hat, waren neue Einströmkanäle erforderlich. Dafür mussten wiederum Tiefbauarbeiten an den Längsseiten der beiden Becken vorgenommen und neue Leitungen für die geänderte Wasserchlorierung entlang dieser Seiten verbaut werden. Es folgte der Einbau der Edelstahlrohre, die jetzt für die Besucher in den Becken sichtbar sind. Nach der erneuten Befüllung der Becken mit Wasser folgten die ersten Testläufe, um die neuen Düsen zur Chlorierung zu justieren. Alles lief zur vollsten Zufriedenheit ab. Und die Gemeindewerke Grefrath als Badbetreiber gaben nach Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt grünes Licht für die Eröffnung.

Die Planungen für die gesamte Sanierung waren bereits im Herbst vergangenen Jahr angelaufen, aber die eigentliche Umsetzung konnte erst in diesem Frühjahr starten - nach dem Ende der Frostperiode. Denn erst wenn keine Temperaturen unter Null mehr zu erwarten waren, konnte das Wasser ohne Folgen aus den Becken abgelassen werden. "Denn das Wasser bleibt während der Wintermonate in den Becken, um Frostschäden zu verhindern", erklärt Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke Grefrath. In den Becken befinden sich Enteisungsanlagen, die ein Einfrieren des Wassers verhindern. Wenn das Wasser nicht in den Becken bleibt und es kommt zu Frost, würden die Fliesen bedingt durch den Druck, den der Frost in den feuchten Beckenwänden erzeugt, von den Wänden fallen und es käme zu erheblichen Schäden.

So aber musste nach den letzten Frostnächten Ende März erst einmal das Wasser abgelassen werden. Erst danach konnten die umfangreichen Arbeiten beginnen. Aber nicht nur die Chlorung bereitete Probleme. Auch ein Leck im Nichtschwimmerbecken galt es abzudichten. Außerdem mussten Filter repariert werden. "Das Bad ist über 50 Jahre alt. Da können wir schon von einem Oldtimer sprechen - ein Oldtimer, den wir hegen und pflegen. Wir haben auch in diesem Jahr alles getan, um unseren Gästen ein wirklich attraktives Freibad bieten zu können", sagt Ix.

Die notwendigen Reparaturen kosteten Zeit und Geld. Wobei die Kosten für die Renovierung mit 60.000 bis 90.000 Euro veranschlagt waren. Nun sieht es aber so aus, dass sie zwischen 60.000 und 70.000 Euro liegen werden. Im Rahmen der Arbeiten erhielt das Sportbecken auch einen neuen Anstrich. Auch der Matschgarten für die jüngsten Badbesucher wurde komplett erneuert. In diesem Bereich können die Kleinsten ab heute wieder nach Herzenslust mit Wasser und Sand matschen, während sich die anderen Besucher auf ihre Runden und jede Menge Wasserspaß in den beiden Becken freuen können. Die Gemeindewerke haben die Saisonkarten entsprechend der nunmehr verkürzten Freibadzeit preislich reduziert.

Adresse: Freibad an der Dorenburg, Stadionstraße 147 in Grefrath. Öffnungszeiten: Montags von 13 bis 19.30 Uhr (in den Sommerferien von 10 bis 19.30 Uhr), dienstags bis freitags jeweils von 10 bis 19.30 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 9 bis 19.30 Uhr.

Quelle: RP
 
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