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Marcus Optendrenk Las In Haus Salus
Geschichten von der Grenze

Kempen. MÜLHAUSEN (RP) "Ich hoffe, dass ich keine Konsequenzen zu befürchten habe, wenn auch ich mich dazu bekenne, früher an der niederländischen Grenze Kaffee und Butter geschmuggelt zu haben", bekannte sich eine Ordensschwester mit einem Lächeln zu ihrer besonderen Beziehung zum kleinen Grenzverkehr. Die deutsch-niederländischen Beziehungen standen im Alten- und Pflegeheim der Schwestern Unserer Lieben Frau, Haus Salus, im Mittelpunkt, denn zum Bundesvorlesetag der "Stiftung Lesen" las der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Optendrenk Ordensschwestern und Gästen vor. Ganz bewusst wählte er dazu das kürzlich erschienene zweisprachige Buch "Over de grens / Über die Grenze" des niederländischen Historikers Ragdy van der Hoek aus, verbindet das Buch doch unter anderem das Thema Religion und die Bedeutung der Klöster zwischen Venlo, Viersen und Krefeld mit vielen persönlichen Erinnerungen.

Bei der Lesung ging es unter anderem um die gemeinsame Geschichte der grenzübergreifenden Beziehungen. Anschließend las Optendrenk aus dem Kapitel zum sogenannten Venloer-Zwischenfall, bei dem 1939 ein deutsches Geheimdienstkommando einen niederländischen Leutnant erschoss und zwei britische Offiziere gefangen nahm. Den Schluss bildeten Erzählungen über das Kloster in Steyl und den Kaffeeschmuggel, dessen Grund die hohe Besteuerung von Kaffee in der britischen Besatzungszone war.

Quelle: RP
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