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Stadt Kempen
Gestohlene Altarfiguren sollen im Frühjahr zurückkehren

Stadt Kempen. Es war vor wenigen Wochen ein Sensationsfund: Derzeit liegen die drei im September durch Zufall wieder gefundenen Altarfiguren aus der Kempener Propsteikirche noch nach allen konservatorischen Maßstäben gut behütet in der Domschatzkammer in Aachen. Sie gehören zum südlichen Seitenaltar in der Kirche und waren 1971 von bis heute unbekannten Dieben geraubt worden. Der Raub war seinerzeit wohl ein leichtes Unterfangen, wurden die Figuren doch bei Führungen oft aus dem Altar herausgenommen, damit die Besucher sie genauer betrachten konnten. Damit der Platz nicht leer blieb, wurden nach dem Diebstahl Figuren nachgeschnitzt, allerdings nicht den Originalen entsprechend. Wo die ursprünglichen Figuren in der Zwischenzeit waren, ist unklar. Von Silvia Ruf-Stanley

Jetzt freut sich Propst Dr. Thomas Eicker, dass im kommenden Frühjahr die Kempener Figuren wieder an ihren alten Platz zurückkehren werden. Geplant ist auch eine Gegenüberstellung der Originale und der nachgeschnitzten Figuren. Für Besucher wird dies sicher eine gute Gelegenheit sein, sich mit dem kompletten Altar, der in lauter Einzelabbildungen ganze Geschichten erzählt, zu befassen. Sicher ist, dass die Figuren der Antwerpener Schule zugeordnet werden können. Der Altar stammt aus dem Jahr 1540 und zeigt Szenen aus dem Leben des heiligen Jakobus dem Älteren. Außerdem erzählen die Tafeln vom Mönchsvater Jakobus sowie vom heiligen Bischof Lambertus. Die nachgeschnitzten Figuren werden keinesfalls aus der Kirche verschwinden, hatte Propst Eicker schon im September versprochen. Es soll auch für sie ein würdiger Platz gefunden werden.

Quelle: RP
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