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Gemeinde Grefrath
Gewerbe braucht neues Gelände

Gemeinde Grefrath: Gewerbe braucht neues Gelände
FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)
Gemeinde Grefrath. Grefraths Gewerbegebiete sind fast voll, man muss sich über eine weitere Ausweisung Gedanken machen. Viele Unternehmen sind von der Innenstadt an den Rand gezogen. Der Autobahnanschluss ist gut. Von Manfred Baum

Grefrath verfügt nicht nur über Sport-und Freizeiteinrichtungen, sondern inzwischen auch über drei größere Gewerbegebiete. Es ist im Süden der Pastoratshof, der nur durch die Viersener Straße vom Gewerbegebiet Weidenbusch getrennt ist. Diese beiden Gebiete haben einen direkten Anschluss an die B 509 neu. Der neue Gewerbepark "Wasserwerk" im Norden von Grefrath ist zweigeteilt und hat auch zwei eigene Zufahrten. Auch er hat eine direkte Anbindung an die Grefrather Westumgehung, die direkt zur B 509 neu führt. Ebenso ist der Anschluss im Norden, wie im Südwesten an die Autobahnen ( A 40 Duisburg - Venlo ) und die A 61 ( Richtung Koblenz) sehr gut. Beide Autobahnen sind jeweils keine zehn Kilometer von Grefrath aus entfernt.

Während das Gewerbegebiet Pastoratshof in den 1980er Jahren entstand und das Gewerbegebiet Am Weidenbusch ein paar Jahre später, wurde der Gewerbepark Wasserwerk eigentlich viel zu spät Wirklichkeit, nämlich erst vor einem knappen Jahrzehnt. Dort sind fast alle Grundstücke verkauft, so dass die Niersgemeinde sich langsam Gedanken machen muss über ein weiteres Gewerbegebiet.

Das Gewerbegebiet Wasserwerk ist das jüngste in Grefrath und nahezu voll belegt. Auf dem rechten Bild ist das Gewerbegebiet Pastoratshof zu sehen. FOTO: wolfgang kaiser

Auf dem Gelände der ehemaligen Plüschweberei baut die Firma Polytex gerade eine neue Produktions-und Lagerhalle. Zudem gibt es in Grefrath noch ein kleines Gewerbegebiet hinter dem ehemaligen Gelände der Firma Johnson Controls.

Das Gewerbegebiet Pastoratshof hat seinen Namen nach dem ehemaligen Pastoratshof der Laurentiuspfarre. Das Pastorat lag dort, denn erst zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde das Pastorat an der Dunkerhofstraße fertiggestellt. Im Gewerbegebiet Pastoratshof sind praktisch alle Grundstücke bebaut. Direkt neben dem Möbelhaus Wehnen liegt seit mehr als 25 Jahren ein nicht bebautes Grundstück, welches das Möbelhaus gern hätte, so Axel Wehnen. Doch der Eigentümer verkauft es nicht. Zum Möbelhaus Wehnen gehört auch das Babystudio und ein SB-Markt. Ausgesiedelt aus dem Ortskern (früher an der Wankumer Straße 9) ist auch die jetzt 120 Jahre alte Spedition Köhnen, die Theodor Köhnen 1896 gründete.

Ein Blick in das Gewerbegebiet Weidenbuschweg. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)

Elektro Engels war früher an der Südstraße (heute Zum Nordkanal) tätig. Die Autolackiererei Steinforth ist ebenso im Pastoratshof angesiedelt wie Stahlbau Goebel und andere Unternehmen, darunter Elektro /Lichtstudio Erens.

An der Viersener Straße, mit Kontakt zu den beiden Gewerbegebieten liegen unter anderem die Schreinerei von Andreas Camps, Fliesen Reuvers und das Bauunternehmen Dors. Am Weidenbusch ist auf einer sehr großen Fläche ein Grefrather Traditionsunternehmen in der vierten Generation zu Hause. Es ist die Carl Postertz KG, die Landmaschinen produziert. Ende der 1980 er Jahre siedelte das Unternehmen von der Hohen Straße um. Am 1. Juli dieses Jahres wird das Unternehmen stolze 100 Jahre alt. Karl-Heinz Schmitz führt das Unternehmen, in dem auch der der Sohn Christoph tätig ist. Die Mutter von Karl-Heinz Schmitz hat bis zum 77. Lebensjahr im Unternehmen gearbeitet.

Auch Sanitär /Heizung Schommer fand Am Weidenbusch neue Räumlichkeiten. Ebenso siedelte aus dem Ortskern (Deversdonk) der Discounter Aldi zum Weidenbusch um. Im neuen Gewerbepark "Wasserwerk" haben sich nicht nur Grefrather Unternehmen angesiedelt, sondern auch neue auswärtige Firmen. Aus Grefrath ist unter anderem Volker Bist mit seinem Motorenbau dort tätig, ebenso die Grefrather Physio-Praxis mit einem hochmodernen Neubau, der erst vor wenigen Monaten bezogen wurde. Die Zweigstelle auf der Hohen Straße ist bestehen geblieben.

Direkt hinter dem Gewerbegebiet Weidenbusch gibt es dann noch die alte, abgebundene Lobbericher Landstraße, wo sich auch noch einige Unternehmen niedergelassen haben. Unter anderem in der früheren Fabrik Kunth, die Steine für Hochöfen brannte. In den 1950 er Jahren kam dieses Unternehmen nach Grefrath.

Quelle: RP
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