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Stadt Kempen
Glanzputz für den Wartsberg

Stadt Kempen: Glanzputz für den Wartsberg
Nicht nur Arbeit stand auf dem Programm: Der Zechenchor sorgte für musikalische Abwechslung. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Um ihren Wartsberg zu verschönern, griffen die Anwohner jetzt zu Gartengeräten, Müllsäcken, Pinseln und Werkzeug. Weit über 100 Bürger machten mit, pflanzten, schuffelten, bohrten und schraubten. Dazu sang der Zechenchor. Von Bianca Treffer

Unter der großen Kastanie am Zechenrad, dem so genannten Rondell vom Wartsberg, türmen sich Rasenstücke zu einem Hügel auf. "Die haben wir vorhin mit der Fräse aus der Rasenfläche geschnitten", berichtet Siegfried Schneiders, der gerade eine weitere Schubkarre der grünen Platten zu dem Haufen fährt, der später einmal begrünt werden soll. Wo einst komplett der Rasen das Bild bestimmte, sind sechs Rechtecke voller Erde zu sehen, in denen allesamt fleißig gearbeitet wird.

Mehrere Tönisberger sind dabei, Pflanzlöcher auszuheben. "Wenn es fertig ist, wird es bestimmt sehr gut aussehen", bemerkt Albert Hermes, der zusammen mit Gabriele Rüdiger und Sabine Schulze Rosen und Hortensien einsetzt. "Bislang war der Zustand am Wartsberg ja eher bescheiden. Alles vergammelte irgendwie ein bisschen. Ich kann nur hoffen, dass es so schön bleibt, wie wir es jetzt machen. Ich würde mich gerne weiter einbringen, vielleicht zur Pflegedie Rosen schneiden", bemerkt Schulze.

Aber nicht nur am Rondell verschönern engagierte Bürger den Wartsberg. In Sachen Quartiersentwicklung waren über 100 Tönisberger ehrenamtlich im Einsatz. "Unser Schild steht auch schon", freut sich Otto Birkmann und deutet zur Hauptstraße hinunter, wo ein nagelneues Schild verkündet, dass es hier zum Wartsberg geht. Ein Stückchen weiter den Berg hinauf ist das Kratzen von Schuffeln auf der Pflasterung zu hören. Vor einem Mehrfamilienhaus sind mehrere Bürger damit beschäftigt, ein Vorgartenblumenbeet neu zu gestalten. "Das war völlig zugewachsen. Wir haben erst einmal das ganze Unkraut von den Rosen und Hortensien entfernt. Jetzt kommen zusätzliche Bodendecker und Gräser rein", sagt Karl-Heinz Böhm und deutet auf die Kisten voller Pflanzen, die es einzusetzen gilt. "Das wird richtig schön. Da macht man gerne mit", bemerkt Ricarda Prinz, die schräg gegenüber wohnt und fleißig mit der Schuffel arbeitet.

Aber nicht nur die Erwachsenen sind im Einsatz. Auf dem Gelände der Familiengärten "Zur luftigen Höhe" arbeitet Alex (8) unter Anleitung Georg Lüdeckes von der Tönisberger Gruppe des Naturschutzbundes mit dem Akkuschrauber, um das Dach eines Vogelfutterhäuschens zu befestigen. An der daneben stehenden Werkbank setzt Katharina mit Hilfe von Cornelia Schürmans von der Kita "Schlösschen" die Akkubohrmaschine an einer vorgezeichneten Stelle am Holzbrett an. Ein kurzer Druck auf den Schalter, es surrt und das Loch für die Befestigung ist fertig. "Super!", lobt Schlösschen-Mitarbeiterin Iris Zorandy, die das Brett festgehalten hat, die Fünfjährige. Wir wollten gerne etwas nachhaltiges machen und haben den Nabu angesprochen, ob er uns beim Futterhaus- und Nistkastenbau unterstützt", berichtet Kita-Leiterin Helga Niggemann. Die Objekte sollen danach an die Bewohner verschenkt werden, die eine Patenschaft für die Häuschen übernehmen. Auf dem benachbarten Spielplatz ist eine Gruppe mit dem Streichen der dort aufgestellten Lore beschäftigt. Was einst etwas farblos daherkam, leuchtet jetzt knallbunt und macht Lust zu einer Fahrt. Andere sind mit blauen Müllsäcken unterwegs. "Wir sammeln das auf, was andere in die Natur geworfen haben. Es ist schon erstaunlich, was hier alles herumfliegt", meint Helmut Wrobel.

Quelle: RP
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