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Neujahrsempfang in Grefrath
Grefrather SPD vergibt Preise an Karl Groß und Ayse Berdibey

Neujahrsempfang in Grefrath: Grefrather SPD vergibt Preise an Karl Groß und Ayse Berdibey
Roland Angenvoort (links) und Bernd Bedronka (rechts) mit den beiden SPD-Preisträgern Ayse Berdibey und Karl Groß. FOTO: Norbert Prümen
Gemeinde Grefrath. 250 Gäste konnten die Verantwortlichen beim Neujahrsempfang der Sozialdemokraten in der Albert-Mooren-Halle begrüßen.

250 Gäste begrüßten die Verantwortlichen am Freitagabend beim traditionellen Neujahrsempfang der Grefrather SPD in der Albert-Mooren-Halle in Oedt. Die Neujahrsansprache hielt Fraktionschef Jochen Monhof. Beeindruckend war der Auftritt des Grefrather Jugendtheaters, das Szenen aus dem Musical "Elisabeth" zeigte. Im Mittelpunkt standen Buchhändler Karl Groß und Friseurmeisterin Ayse Berdibey, die diesmal mit dem SPD-Kulturpreis ( Karl Groß) und dem "Maja-Schmitz-Peick-Preis" für bürgerschaftliches Engagement (Ayse Berdibey) ausgezeichnet wurden.

Locker plauderte auf der Bühne Grefraths SPD-Vorsitzender und Vizebürgermeister Roland Angenvoort mit Buchhändler Karl Groß über seine Erfolgsgeschichte, die in Grefrath Ende der 1990er-Jahre begann und den Grefrathern unter anderem die "Kultur am Montag" bescherte. Karl Groß lobte die Zusammenarbeit mit dem Musiker Markus Türk. Bernd Bedronka hielt die Laudatio auf Friseurmeisterin Ayse Berdibey. "Ayse will ihre Lebhaftigkeit, ihre Freude am Leben, ihre eigene Lebendigkeit mit anderen teilen", sagte Bedronka. Das sei ihr mit dem "Abend der leuchtenden Augen" vorbildlich gelungen. Und sie lebe vorbildlich die Integration. Sie wurde in Duisburg mit türkischen Wurzeln geboren. Sie ist Muslima, doch wie sie betont "ohne jeglichen Fanatismus". Bedronka bescheinigte Ayse einen "Blick für die Not der Menschen" zu haben. Die beiden Geehrten erhielten nicht nur viel Beifall, sondern auch Urkunden, Blumen und Geldbeträge von der SPD überreicht.

In seiner Neujahrsansprache bescheinigte SPD-Fraktionschef Jochen Monhof dem Grefrather Kämmerer, dass er von berufswegen ein "Schwarzmaler" sei. Was in Grefrath fehle seien Gewerbesteuereinnahmen von Großbetrieben. Neue Gewerbeflächen seien zu spät entwickelt worden, kritisierte Monhof. Für die SPD sei eine Haushaltssanierung ohne Steuererhöhungen möglich. Monhof und Angenvoort meinten, dass das Eissportzentrum für die Gemeinde nicht zu halten sei, wenn sich Kreis, Land und Bund nicht an der Finanzierung der Sanierung beteiligten, schließlich kämen die meisten Besucher nicht aus Grefrath selbst, sondern aus dem weiteren Umfeld.

Monhof dankte schließlich dem neuen Wirtschaftsförderer Jens Ernesti für seine konstruktive Arbeit im Gemeinderat zuletzt als Fraktionsvorsitzender der Grünen.

(mab)
 
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