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Stadt Kempen
Grill-Duell: Lehrer wieder erfolgreich

Stadt Kempen: Grill-Duell: Lehrer wieder erfolgreich
Grillten gestern um die Gunst der Kempener Schüler (von links): Detlef Henrichs, Werner Kleinofen, Uwe Hötter, Markus Pricken, Philipp Enxing vom Caterer Keppner, Michael Klee und Reiner Dickmanns. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Das Team der Pädagogen schnitt gestern Mittag bei der Veranstaltung in der Mensa der Martin-Schule besser ab als das Team der Stadtverwaltung. Damit wurde der Vorjahressieg wiederholt. Erstmals gab es einen Siegerpokal. Von Willi Schöfer

"Dort bekommt ihr nur Fleisch, hier aber gibt es auch die guten Noten", sagte schmunzelnd Gesamtschulleiter Uwe Hötter. Werner Kleinofen, Hausmeister des Thomaeums, pries gleich nebenan seine Spezialitäten an: "Wenn ihr kein verbranntes Fleisch haben wollt, kommt zu uns." Einige Lehrer und Verwaltungsleute hatten sich gestern Mittag vor der Mensa im Schulzentrum die Grillschürze angezogen. Es kam zum Grill-Duell, bei dem die Schüler und Schülerinnen anschließend den Geschmack bewerten mussten.

Diese Gaudi hatte es im vergangenen Jahr zum ersten Mal gegeben. "Damals waren aber beim Sieg der Lehrer die Bedingungen irregulär, teilweise hatte man uns nur die Gemüsespieße übrig gelassen und auf der Gegenseite war das Fleisch schon vorgegart", war der nicht ganz ernst gemeinte Kommentar des Kempener Schuldezernenten Michael Klee, der wieder mit dabei war und sich mit seinem Team unbedingt revanchieren wollte.

Neben Uwe Hötter gehörten der Rektor der auslaufenden Martin-Hauptschule, Reiner Dickmanns, und Markus Pricken mit zum Trio der Pädagogen. Pricken hatte vor wenigen Tagen die offizielle Bestätigung der Landesregierung erhalten, dass er nunmehr nicht mehr Lehrer der Hauptschule, sondern der Gesamtschule ist. Ihre "Kontrahenten" waren Michael Klee, Werner Kleinofen und Gesamtschul-Hausmeister Detlef Henrichs.

Mensa-Caterer Kilian Keppner hatte mit seinem Mitarbeiter Philipp Enxing bestens vorgesorgt, schon mal die Salate und das Dessert gemacht und etwa 30 Kilo Fleisch in schon zugeschnittenen Portionen herangeschleppt. Zu zwei Dritteln waren dies Hähnchenbrüste mit Curry- oder Paprika-Marinade, zu einem Drittel Geflügelbratwürste; außerdem im Angebot: Gemüse-Spieße. "Wir machen etwa viermal im Jahr besondere Events, wollen dadurch die Schüler animieren, hier in der Mensa warm zu essen", erklärte Keppner.

"Sind Sie der Hand- oder eher der Zangentyp?", fragte der Caterer anfangs Michael Klee. Der Dezernent entschied für die dünnen Einweg-Handschuhe. "Vor etwa eineinhalb Wochen habe ich zuhause im Garten noch gegrillt, allerdings mit Holzkohle, das schmeckt eindeutig besser", sagte Klee. Gerade aus Sicherheitsgründen hatte man sich diesmal in der unmittelbaren Nähe der Schüler für Gas entschieden.

Das Grill-Duell fing zunächst betulich an. Zur ersten Schicht kamen nur einige Hauptschüler. "Sie können grillen, das hätte ich ja nicht gedacht", sagten einige zu den Lehrerin und Rektoren. Es schmeckte ihnen. "Das Fleisch von den Lehrern war etwas leckerer", sagte der 16-jährige Marcel. "Schmeckt beides sehr gut, ich hole mir gleich einen Nachschlag", kommentierte die 14-jährige Celina. Etwa 170 Schüler hatten sich für das Gegrillte angemeldet. Mehr als 70 Barzahler kamen hinzu, als sie erfuhren, dass es die Salate, die Grillwurst und das Geflügel diesmal für den Flatrate-Preis von 3,50 Euro gab. Die wohl ganz Ausgehungerten kamen sogar viermal zu den Grillköchen.

In Wärmegeräten wurde schon mal anfangs auf Vorrat gegrillt. Dies war auch bitter nötig, denn bei der zweiten Schicht, als die Gymnasiasten und Gesamtschüler dazukamen, war in der Schulmensa richtig was los. Da kam es sogar zu kurzen Staus an der Essensausgabe. "Aber das haben die Sechs prima abgearbeitet", lobte Profi Keppner die Grill-Amateure.

Quelle: RP
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