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Kempen
Großes Familienfest für die Lebenshilfe

Kempen: Großes Familienfest für die Lebenshilfe
Nicht nur der Auftritt des Duos Mrs Greenbird lockte die Menschen zum Familienfest. F+r Sängerin Sarah Nücken war es einbesonderer Auftritt: Sie hatte ihren ersten Job bei der Lebenshilfe. FOTO: J. Knappe
Kempen. Einen ganzen Tag feierte der Verein Lebenshilfe das 50-jährige Bestehen. Zahlreiche Stände, ein Konzert mit den X-Factor-Gewinnern Mrs Greenbird, Mirja Boes als Briefmarken-Verkäuferin und ein Feuerwerk gehörten dazu. Von Lea Buchholtz

Viele Menschen tummelten sich bereits auf dem Parkplatz hinter dem Viersener Bahnhof, als Wolfgang Reinsch das Familienfest eröffnete: "Wir haben bisher viel geschafft und haben auch noch einiges vor", sagte der Vorsitzende. Rund 700 Mitglieder zählt der Verein heute. Die Angebote reichen von Betreuungen über Wohnstätten bis hin zu Urlaubs-Reisen für Menschen mit Behinderung.

Neben zahlreichen Aktionsständen, wie dem Mitmachzirkus "Pompitz", konnten sich die Besucher das Bühnenprogramm mit einem Mix aus Musik und Tanz anschauen. Hilfe erhielt die Lebenshilfe auch von Comedystar Mirja Boes, die aus Dülken stammt: Sie nahm in der Poststelle Platz. Gemeinsam mit Gründungsmitglied Horst Bessel verkaufte sie Sonderbriefmarken, die zum Jubiläum gedruckt wurden. Auch CDU-Bundestagsabgeordneter Uwe Schummer sorgte an der Theke für kühle Getränke. Ein Höhepunkt war der Auftritt des Duos Mrs. Greenbird, das 2012 die Castingshow X-Factor gewann. Es reiste aus Köln mit neuen Songs an, die ab 2018 auf dem neuen Album zu hören sind. Sängerin Sarah Nücken freute sich auf das Konzert: "Ich war vorher Sozialpädagogin und hatte meinen ersten Job bei der Lebenshilfe. Den alten Beruf und die Musik zu verbinden, ist total schön", sagt die Musikerin.

Besonders am Stand der Nachtreffen der Reisen herrschte großer Andrang. Die Urlauber freuten sich, ihre Reisebegleiter wiederzusehen. Zwei von ihnen sind Melanie Nick und Fabienne Hegger. Sie studieren Soziale Arbeit und sind über ihr Studium zur Lebenshilfe gekommen. "Ich habe ich Gefallen an der Arbeit gefunden und so bin ich Ehrenamtlerin geworden. Die Lebenshilfe ist familiär, das finde ich toll", sagt Nick. "Der Umgang mit behinderten Menschen zeichnet die Lebenshilfe aus. Man begegnet ihnen mit Respekt und Wertschätzung", sagt Vorstandsmitglied Silke Gellings. Ihre Tochter Annika nimmt seit etwa 14 Jahren an den Angeboten teil, vor einem halben Jahr ist sie in eine Wohnstätte nach Bracht gezogen. Mit einem Feuerwerk endetet das Jubiläumsfest.

Quelle: RP
 
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