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Stadt Kempen
Gymnastik auf dem Hexkeshof

Stadt Kempen: Gymnastik auf dem Hexkeshof
Nicol Koth-Rohn im ehemaligen Schweinestall des Hexkeshofes an der Oedter Straße in Kempen: Hier entsteht ein neuer Gymnastikraum für die Reha-Sportgruppen des Vereins. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Bei der Behindertensportgemeinschaft Kempen hat es einige Veränderungen gegeben. Die Wassergymnastik findet jetzt im Trockenen statt. Außerdem hat der Verein einen neuen Übungsort und baut einen eigenen Gymnastikraum. Von Bianca Treffer

Wenn Nicol Koth-Rohn an die vergangenen Wochen zurückdenkt, dann kann sie dem ganzen Team vom Verein "Bleib sportlich & gesund Kempen", der Behindertensportgemeinschaft, kurz BSG genannt, sowie den Mitgliedern nur danken. "Der Vorstand und die Übungsleiter haben Hand in Hand gearbeitet und die Mitglieder zeigten sich verständnisvoll und flexibel", lobt die Vereinsvorsitzende. Im Mai traf es den kleinen Verein, der auf Gesundheitssport spezialisiert ist, hart. Da teilte das Kempener Hospital zum Heiligen Geist mit, dass das Bad im Krankenhaus zwecks Renovierung geschlossen werde und ab 1. August nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Vor dem Hintergrund, dass 14 der insgesamt 15 Wassergymnastikgruppen dort angesiedelt sind, galt es eine Lösung zu finden.

Das war aber nicht die einzige unliebsame Überraschung. "Anderthalb Wochen später erfuhren wir, dass das Atrium Fitness- und Gesundheitssportzentrum in St. Tönis zum 1. August schließt. Dort sind zehn unserer Gruppen beheimatet. Auch hier galt es, schnell eine Alternative zu finden", berichtet Nicol Koth-Rohn. Der Verein setzte alle Hebel in Bewegung und schaffte es innerhalb weniger Wochen, die Probleme zu lösen.

Vier Wassergymnastikgruppen kommen im St. Töniser Hallenbad unter. Die übrigen Gruppen stellen für die Zeit der Renovierung des Kempener Krankenhaus-Schwimmbades ihr Gymnastikprogramm um. Die Gruppen können in den Räumen des Kempener Karate Dojo Clubs trainieren, wo bereits andere Gesundheitsangebote der BSG laufen.

Bei den Wassergymnastikgruppen des Kempener Vereins galt es, die Teilnehmer ab- und wieder neu anzumelden. Dazu stand die quartalsmäßige Abrechnung der insgesamt 34 Reha-Sportgruppen an. Und dann kam da noch der neue Flyer des Vereins Anfang Mai heraus. Die 1000 Exemplare werden derzeit mit Einlegern bestückt, denn Zeiten und Sportstätten stimmen ja aufgrund der Umstellungen nicht mehr.

"Badrenovierung und Sportstättenschließung waren meine beiden Sorgenbaustellen, aber es gibt auch eine schöne Baustelle", sagt Nicol Koth-Rohn im Gespräch mit der Rheinischen Post. Und die befindet sich vor der eigenen Haustür auf dem Hexkeshof. Auf der landwirtschaftlichen Anlage der Familie Koth-Rohn entsteht derzeit ein Gymnastikraum. Eine eigene Trainingsstätte war schon lange der Wunsch der BSG-Vorsitzenden. Doch irgendwie wurde die Realisierung immer zurückgestellt. Im vergangenen Jahr machte die Kempenerin nach entsprechender Absprache Nägel mit Köpfen. Der Bauantrag wurde gestellt und im Frühjahr lag die Baugenehmigung vor.

Aus einem ehemaligen Schweinestall, der zuletzt als Werkstatt genutzt wurde, wird nun ein lichtdurchfluteter Gymnastikraum von rund 140 Quadratmeter Größe - inklusive Sanitäranlagen und Umkleidemöglichkeit. Dazu kommt eine Außenterrasse, auf der auch Kurse in Yoga und Gymnastik angeboten werden können. Wenn alles wie geplant läuft ist der Umbau Ende Oktober/Anfang November abgeschlossen. Derzeit wird die Fußbodenheizung verlegt. Auf den Estrich kommt ein gelenkschonendes Korkparkett drauf. Nicht nur die vereinseigenen Gruppen sollen den Raum nutzen können. Er soll auch an außenstehende Übungsleiter vermietet werden. "Für den BSG bedeutet dieser Raum, dass wir unser Angebot ausweiten können, ohne uns um neue Räumlichkeiten zu bemühen", sagt Nicol Koth-Rohn.

Das ganzheitliche Gesundheitskonzept, das der Verein anbietet, ist stark gefragt. Neben den 170 Mitgliedern nutzen durchschnittlich 500 bis 600 Reha-Sportler die Angebote in den Bereichen Orthopädie, Herzsport sowie Sport für Körper und Seele. Eine Mitgliedschaft im Verein ist dafür nicht erforderlich. Stark im Kommen sind auch die Angebote zur Gesundheitsvorsorge und die Entspannungspädagogik.

Quelle: RP
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