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Gemeinde Grefrath
Hallengebühren: Noch kein Beschluss

Gemeinde Grefrath: Hallengebühren: Noch kein Beschluss
Immer noch haben die Grefrather Vereine keine Gewissheit, ob und wie viel sie für die Nutzung der Hallen - hier die an der Bruckhauser Straße - zahlen müssen. FOTO: wolfgang kaiser
Gemeinde Grefrath. Das Thema Hallennutzungsgebühren steht in Grefrath schon lange auf der Tagesordnung. Auch im Sport- und Kulturausschuss fiel aber noch keine Entscheidung. Erfreulich ist die Integration von Flüchtlingen in Sportvereinen. Von Manfred Baum

Die Hallenbenutzungsgebühr für die Sportvereine wird in Grefrath langsam zur unendlichen Geschichte. Obwohl das Thema zunächst nicht auf der Tagesordnung der Sitzung des Sport- und Kulturausschuss am Donnerstag stand, wurde es nach einem CDU-Antrag von Georg Fasselt zum zentralen Thema. Landrat Dr. Andreas Coenen hatte in der Genehmigung des Grefrather Doppelhaushalts 2016/2017 im August noch einmal darauf verwiesen, dass die Gemeinde Grefrath die Erträge aus öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten verbessern muss und die geplante Erhebung der Gebühren ab 2017 als "unabdingbar" bezeichnet.

Überraschend war die Aussage vom Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes (GSV), Herbert Kättner, der zu der Thematik seit Mai dieses Jahres nichts mehr gehört habe und überrascht war über die Entwicklung, die in der Sitzung angesprochen wurde. Kättner verwies auf die GSV-Stellungnahme vom 17. Mai, zu der der Verband nur von der SPD eine Antwort erhalten habe. "Seitdem hat sich nichts mehr getan", betonte Kättner.

Bürgermeister Manfred Lommetz verwies darauf, dass die Verwaltung ein neues Konzept entwickelt habe, das zunächst mit den Ratsfraktionen besprochen werden sollte und dann erst mit dem GSV. Fasselt riet zu weiteren Gesprächen mit den Vereinen und dem Gemeindesportverband, um endlich zu einem Ergebnis zu kommen. Fasselt sprach Details an. Da gebe es Sportstätten, die auf einem Gemeindegrundstück stehen, doch das darauf errichtete Gebäude gehöre dem Verein. Nach Ansicht von Fasselt sollte jedoch eine Einigung möglich sein. Auch Ausschussvorsitzender Bernd Bedronka (SPD) riet dazu, sich nochmals mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen. Jens Ernesti (Grüne) bat die Verwaltung, eine neue Vorlage zu erstellen, über die man dann diskutieren und beraten könne. Danach könne der GSV auch eine Stellungnahme abgeben. Ob die neue Satzung nunmehr noch vor dem Januar vom Rat verabschiedet werden kann, müssen die kommenden Wochen zeigen. In der Sportausschusssitzung wurde nur über die Hallenbenutzungsgebühren für Sportvereine diskutiert. Ob und wann und in welcher Höhe anderen Vereine, beispielsweise bei der Nutzung der gemeindeeigenen Albert-Mooren-Halle, Gebühren zahlen müssen, blieb offen.

GSV-Vorsitzender Herbert Kättner erstattete dem Ausschuss Bericht über die Integration von jungen Flüchtlingen in Grefrather Sportvereinen. Und die scheint ebenso gut gelungen zu sein wie die Betreuung der Flüchtlinge durch "Grefrath hilft." Die überwiegende Zahl der jungen Flüchtlinge spielt Fußball. 14 Jugendliche, die meist aus dem Antoniushaus in Mülhausen kommen, spielen bei den A-und B-Junioren der Jugendspielgemeinschaft Grefrath, die aus den die Vereinen Borussia Oedt, SuS Vinkrath und dem SV Grefrath besteht. Für elf weitere Jugendliche ist eine Spielberechtigung beim Deutschen Fußball Bund beantragt worden. Beim Spiel- und Sportverein Vinkrath gibt es Aktive, bei der Turnerschaft Grefrath ein Dutzend Kinder und Jugendliche in verschiedenen Abteilungen. Beim TuS Oedt sind es vier Kinder, die in der Zirkusgruppe mitmachen. Kättner abschließend: "Wenn man die elf beantragten Spielberechtigungen dazu zählt, sind das mehr als 40 Kinder von Flüchtlingen, die in den Sportvereinen aktiv sind."

Quelle: RP
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