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Gemeinde Grefrath
Handelsstandort soll attraktiver werden

Gemeinde Grefrath: Handelsstandort soll attraktiver werden
Die Hohe Straße im Ortskern von Alt-Grefrath bietet viele Geschäfte zum Einkaufen und Lokale zum Einkehren. Den Ortskern als Handelsstandort besser zu bewerben, ist das Ziel der jetzt gestarteten Initiative. FOTO: Achim Hüskes
Gemeinde Grefrath. Grefrath ist die einzige Gemeinde im Kreis ohne eigene Werbegemeinschaft. Das soll sich möglichst bald ändern. Bürgermeister und Handelsverband möchten für Alt-Grefrath Kaufleute und andere Interessierte zusammenbringen. Von Manfred Baum

Es ist ein zartes Pflänzchen, das noch ein Schattendasein führt. Aber wenn es nach dem Willen von Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz und von Markus Ottersbach, Geschäftsführer des Handelsverbandes NRW, Krefeld-Kempen-Viersen, geht, soll dieses Pflänzchen in nächster Zukunft wachsen und erblühen. Bei einer Veranstaltung, zu der der Einzelhandelsverband am Mittwochabend ins Cyriakushaus am Grefrather Markt eingeladen hatte, kamen etliche Interessierte, die sich dem Einzelhandel in der Niersgemeinde verbunden fühlen. Grefrath ist seit Jahren die einzige Gemeinde im Kreis Viersen, die keine eigene Werbegemeinschaft hat. Doch der Informationsabend weckte Hoffnungen. Es wurde deutlich, dass, wenn alle an einem Strang ziehen, man den Ortskern noch attraktiver machen kann.

Markus Ottersbach stellte klar: "Jeder, der sich ehrenamtlich engagiert, hat Interesse am Ort und tut was für den Ort." Ihr Interesse bekundeten nicht nur Einzelhändler, sondern auch andere Bürger, die Gemeindewerke oder die Sport- und Freizeit gGmbH. Bernd Schoenmackers, Geschäftsführer der Sport-und Freizeit gGmbH, betonte: "Wir brauchen einen Ansprechpartner." Und Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke Grefrath, meinte: "Die Vorzüge, die Grefrath hat, wissen wir gar nicht zu schätzen." Während Helmut Thönes, Direktor der Volksbank Kempen-Grefrath, erklärte: "Ich bin stolz auf diesen Ort. Ich habe schon verschiedene Werbegemeinschaften erlebt, die funktionierten. Wir müssen nach vorn schauen. Ein gutes Beispiel ist die funktionierende Vereinsbaumgemeinschaft." Markus Ottersbach ergänzte: "Grefrath hat nicht nur einen attraktiven Ortskern mit Marktplatz und Geschäften, sondern hier passt es auch für Erholungssuchende."

Das moderne Wohn- und Geschäftszentrum am Deversdonk mit guten Parkmöglichkeiten ergänzt den Handelsstandort Alt-Grefrath. FOTO: Hüskes Achim

Bürgermeister Lommetz hatte die ersten Weichen gestellt, damit es zu dieser erstmaligen Veranstaltung kommen konnte. Er hob hervor, dass Grefrath im Ortskern kaum Leerstände zu verzeichnen habe. Was man nicht ändern könne, sei die Tatsache, dass es in Grefrath außerhalb des Ortskerns deutlich größere Anziehungspunkte gebe, so das Freilichtmuseum, Hallen- und Freibad, Eissport- und Eventpark, Bowlingbahn, Tennishalle mit Sporthotel, Sportpark "Auf dem Heidefeld" oder Flugplatz Niershorst.

Doch der Ortskern habe attraktive Geschäfte, einen historischen Marktplatz, die sehenswerte Laurentiuskirche, am Samstag ab 14 Uhr ein autofreie Zone, gute Restaurants, Spielmöglichkeiten im Generationen-Parcours, ausreichende Parkmöglichkeiten, die kostenlos sind sowie kurze Wege für die Kunden des Einzelhandels zu bieten.

Im Vorfeld des Informationsabends hatte es bereits verschiedene Workshops gegeben, bei denen eine Vielzahl von Themen angesprochen wurden. Im Detail waren dies: die Fahrradfreundlichkeit, das Problem mit allzu vielen Trödelmärkten, eine VVV-Anlaufstelle, einen Info-Point auf dem Marktplatz, ein Begrüßungspaket für Neubürger. Weiter wurde angeregt, ein Netzwerk zu schaffen und die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern. Es sollen zudem die Aktivitäten künftig frühzeitig besser abgestimmt werden. Ein Herbstfest mit einem Handwerkermarkt ist denkbar, ebenso gemeinsame Schaufenster-Aktionen, eine Fahrrad-Rallye verbunden mit einer Schnitzeljagd oder eine Aktion mit dem Titel "Grefrath lädt ein". Die Interessengemeinschaft (IG) Oedt/Mülhausen hat ihre Unterstützung signalisiert.

Man war sich am Mittwochabend einig, dass dies alles nur dann funktionieren kann, wenn es eine dauerhafte ehrenamtliche Mitarbeit gibt. Zudem sollte in einer möglichen Werbegemeinschaft nicht nur der Einzelhandel vertreten sein. Bernd Schoenmackers brachte es auf den Punkt: " Aus dem Gesamtpaket darf kein Baustein herausfallen." Und Bürgermeister Manfred Lommetz ergänzte: "Wir müssen auf einer Ebene zusammen arbeiten."

Etliche Teilnehmer erklärten sich zur Mitarbeit bereit. Zunächst soll es ein weiteres Gespräch geben, um auszuloten, wer konkret mitmachen möchte, wer Ideen hat, wer aufzeigen kann, wie es weitergehen könnte. Patentrezepte hat bislang keiner, der am Mittwochabend zu Gast war, in der Tasche. Das war auch nicht erwartet worden. Ein neues Treffen wird noch terminiert.

Quelle: RP
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