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Tönisberger In Kapellen
Heimatfreunde Tönisberg besuchen Schloss Lauersfort

Kempen. TÖNISBERG (rei) Vom Grabstein zum Herrensitz, so könnte man es bezeichnen, denn unter diesem Thema besichtigten fast 30 Heimatfreunde aus Tönisberg und Umgebung das Kapellener Schloss Lauersfort. Empfangen wurden sie in der weiträumigen Anlage mit Herrenhaus, Vorburg und landwirtschaftlichen Gebäuden von den Besitzern, der Familie Block. Die Tönisberger erfuhren, dass die ältesten Gebäudeteile aus dem 14. Jahrhundert stammte und die Herren von Friemersheim von der Abtei Werden mit der ehemaliger Wasserburg belehnt wurden.

1811 ging das Schloss in private Hände der Familie vom Rath über - und hier knüpft die Geschichte von Lauersfort an die Geschichte des Tönisberger Hauses Erprath an. In Erinnerung gerufen wurde die Geschichte durch einen verlorenen Grabstein, der vom Tönisberger Bauunternehmer Matthias Thelen bei Arbeiten an der Erprather Umfassungsmauer vor einigen Jahren gefunden wurde. Dieser Grabstein stand einst auf dem Grab der letzten adeligen Bewohner von Erprath auf dem Tönisberger Friedhof. Inzwischen hat der Heimatverein Tönisberg den alten Grabstein restaurieren und auf dem Friedhof aufstellen lassen. Er wurde auch in die Denkmalliste der Stadt Kempen eingetragen. Nach der Stein-Inschrift waren auf Haus Erprath gestorben und in Tönisberg beerdigt, die Adeligen Friedrich von Pelden, genannt Cloudt, gestorben 7. Jan. 1873, Wilhelm von Pelden, genannt Cloudt, gestorben 13. März 1873 und die ledige Schwester Wilhelmine von Pelden genannt Cloudt, gestorben 23. Oktober 1879. Geboren waren sie in Capellen, Hohenbudberg und Mörs, also auch auf Schloss Lauersfort. Friedrich von Pelden war der Bedeutendere der insgesamt acht Geschwister, denn er bekleidete unter anderem das Amt des Bürgermeisters von Camp und Rheurdt.

Quelle: RP
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