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Stadt Kempen
Hereinspaziert: Zirkus Tönneberga

Stadt Kempen. "Hereinspaziert" hieß es in am Wochenende an der Gemeinschaftsgrundschule Tönisberg. Sehenswerter Höhepunkt der Zirkuswoche war die zweistündige Vorstellung mit 130 Kindern. Es gab artistische Kunst und tierische Auftritte. Von Tobias Neumann

Wo war es im Verlauf der Vorstellung des Zirkus Tönneberga spannender – im Zelt oder außen vor? Denn während in der Manege Zauberer, Fakire, Clowns und viele andere Zirkuskinder eine tolle Show darboten, hatten zeitgleich andere Grundschüler damit zu tun, sich zwischen ihren einzelnen Auftritten in einem der Klassenräume umzuziehen. Doch trotz dieses Gewusels behielten die Zirkuskinder einen kühlen Kopf und legten eine fast schon professionelle Aufführung hin.

Kinder stark machen

"Wir wollen Kinder stark machen, ihnen ihre Möglichkeiten aufweisen und die Schulgemeinschaft stärken", erklärt Schulleiterin Monika Böttges den Sinn der Zirkuswoche. Zum ersten Mal machten Lehrer, Eltern und Kinder gemeinsame Sache und erlebten so sieben Tage Zirkus pur.

Der begann am vorletzten Freitag mit einem Workshop, bei dem Lehrer, Eltern und Erzieher ein Zirkusprogramm für die Grundschüler einübten. Am Montag dann führten sie das Erlernte auf – sehr zur Freude der Kinder. Mittlerweile hatten starke Väter zusammen mit einem Zirkusprofi aus Unna, genannt Schreiner, ein echtes Zirkuszelt auf dem Schulhof aufgebaut, in dem wie auch in der schuleigenen Turnhalle die Woche über geprobt wurde. Die Kinder durften sich für eine der sechs Gruppen entscheiden: Werde ich Zauberer, Clown, Akrobat – oder doch lieber Tänzer, Schwarzlichttheatermacher oder Fakir? Dank täglicher Proben beherrschten die kleinen Zirkuskinder ihr neues Metier nach nur fünf Tagen perfekt. Davon konnten sich 350 Gäste bei der Premiere am Freitagabend selber überzeugen, noch mal so viele machten sich am Samstag bei der zweiten Aufführung ein eigenes Bild. Nach der freundlichen Begrüßung von Monika Böttges lieferte das Programm Schlag auf Schlag eine tolle Nummer nach der nächsten. Unbeschwerte Zirkusmusik machte ordentlich Stimmung im vollbesetzten Zirkuszelt, bevor die Scheinwerfer ausgingen und die Akrobatengruppe ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Beliebte Clowns

Dazu gehörten Handstand, Flic Flac und auch die menschliche Pyramide. Besonders beliebt sind in jedem Zirkus die Clowns – so auch in Tönneberga. Ein einzelner Rotnasenträger betrat die Manege, schaute sich um und rief seine Kameraden zu sich: "Wo seid ihr denn alle? Wir wollen doch berühmt werden!" Es folgte ein Lied über den Rollmops und den Hering, bis der Rollmops vom Hai gefressen wird. Dann die Überraschung: Ein Clown mit vier Daumen – kann das denn sein? Dann kamen die Tänzer herein, schwangen rote und goldene Stoffbänder durch die rot beleuchtete Manege. Zum Luftanhalten war der Auftritt der Fakire, die in Scherben sprangen und einen Handstand auf dem Nagelbrett machten. Ein Raunen ging durch das Zirkuszelt, als das Schwarzlichttheater die Zuschauer zum Staunen brachte. Bunte Farben auf schwarzem Grund – was für ein Auftritt! "Es war die schönste Schulwoche meines Lebens", sagte ein Schüler. Für die Zuschauer war es jedenfalls ein außergewöhnliches Erlebnis mit hohem Applausfaktor.

Quelle: RP
 
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