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Stadt Kempen
Hier entsteht Schöner Wohnen

Stadt Kempen: Hier entsteht Schöner Wohnen
An der Burgstraße ist das Wohn- und Geschäftshaus eingerüstet. Die Fassade wird modernisiert und das Dach ausgebaut. FOTO: Kaiser Wolfgang
Stadt Kempen. In Kempen werden nicht nur große Neubaugebiete geplant. Seit Monaten werden im Stadtgebiet Baulücken geschlossen. Auch an der Burgstraße wird nun am Wohn- und Geschäftshaus gegenüber dem Klosterhof gearbeitet. Von Andreas Reiners

"Wer will fleißige Handwerker seh'n . . .?" heißt es in einem alten Kinderlied. Das könnte aktuell fortgesetzt werden durch die Zeile: "Der muss durch die Kempener City geh'n". Denn in der Altstadt wird derzeit gleich an mehreren Stellen kräftig gebaut. Neueste Baustelle: das Wohn- und Geschäftshaus an der Burgstraße neben der Zentrale der Volksbank Kempen-Grefrath. Das Gebäude gegenüber dem Klosterhof wird in den kommenden vier bis fünf Monaten saniert und modernisiert. Die alte Waschbeton-Fassade wird derzeit bereits entfernt.

Um das Projekt hatte es im Vorfeld erhebliche Diskussionen der Denkmalschützer gegeben. Die zuständige Expertin des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege wollte die Fassade erhalten wissen, weil sie als Symbol eines gewissen Zeitgeistes der Architektur der 1960-er Jahre gelten könne. Die Stadtverwaltung hatte dagegen im Sinne des Bauherrn und Eigentümers, der Volksbank, argumentiert. Die altmodische Fassade wirke störend in dem durch den neuen Klosterhof veränderten Straßenbild. Nicht nur die Waschbetonplatten, auch die vorgehängte eiserne Lamellenplatte, die die Fenster des Treppenhauses verdeckt, passe nicht mehr in das veränderte Umfeld. Der Gebäudekomplex ist immerhin 20 Meter lang. Der zuständige Kempener Denkmalausschuss stimmte der Planung schließlich mit Mehrheit zu. In den nächsten Monaten wird nicht nur die Fassade modernisiert, das Dach wird ausgebaut, hier entstehen zwei weitere Mietwohnungen. Neben den Fenstern werden auch die Bäder im Haus erneuert. Die Volksbank rechnet als Eigentümer mit Baukosten von rund 800.000 Euro.

Auf der ehemaligen Wiese vor dem katholischen Jugendheim "Kom'ma" an der Ecke Kauertzacker/Oedter Pfad wächst der Neubau eines Mehrfamilienhauses. FOTO: Kaiser Wolfgang

An der Ecke Kauertzacker/Oedter Pfad sind die Arbeiten am ersten Rohbau eines Mehrfamilienhauses bereits weit gediehen. Auf dem Areal, das der Katholischen Kirchengemeinde gehört, sollen drei neue Häuser entstehen. Vor dem früheren Jugendfreizeitheim der Kirche, dem "Kom'ma" wird bereits gebaut, das Gebäude selbst wird abgerissen, denn auch dort soll neu gebaut werden. Die katholische Kindertagesstätte Hermann-Josef bleibt bestehen, sie ist von dem Bauprojekt nicht betroffen. In einem der Neubauten will die Schwester-Ina-Stiftung für das Kinderheim St.-Annenhof eine weitere Außenwohngruppe einrichten.

An der Engerstraße 37 läuft der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses nach Plan. Hier wurde ein bestehendes Gebäude aus den 1950er-Jahren abgerissen und ein Neubau hochgezogen. Derzeit läuft der Innenausbau. Bedenken gegen die Planung des Kempener Architekten Udo Thelen gab es übrigens nicht. Mit der Fertigstellung ist im kommenden Frühjahr zu rechnen. Im Erdgeschoss wird wieder ein Ladenlokal eingerichtet. Interessenten dafür soll es nach Informationen der Rheinischen Post bereits geben. Ebenfalls im Rohbau inzwischen fertig gestellt ist ein neues Wohnhaus, das an der Hülser Straße 30 in der Nachbarschaft der Metzgerei Thören entsteht. Der Innenausbau läuft bereits, bezugsfertig soll das kleine Mehrfamilienhaus im Frühjahr 2017 sein.

An der Hülser Straße 30 entsteht ein neues Wohnhaus mit mehreren Einheiten. Es soll im Frühjahr 2017 bezugsfertig sein. FOTO: Wolfgang Kaiser

Der Rohbau an der Ecke Peterstraße/Donkwall ist fast fertiggestellt, hier laufen die Vorbereitungen für die Errichtung des Dachstuhls. Die unter Denkmalschutz stehende Fassade des Hauses Nummer 20 ist in den Neubau integriert worden, dahinter befindet sich ein Treppenhaus. Wenn die Arbeiten am Rohbau soweit abgeschlossen sind, soll auch der Donkwall zumindest für Fußgänger und Radfahrer wieder passierbar sein.

Quelle: RP
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