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Stadt Kempen
Hilfswerk für Senioren und Kranke

Stadt Kempen: Hilfswerk für Senioren und Kranke
Sie stehen im Kempen und Grefrath für das Hilfswerk (von links): Monika von Söhnen, Barbare Kleinheyer, Bernd Spangenberg und Irene Weichelt. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Sie sind mit sechs Einrichtungen im Kreis Viersen vertreten, allein fünf davon gibt es in Kempen und Grefrath. Die Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH hat einen neuen Geschäftsführer. Von Bianca Treffer

Wenn der Name "Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk" fällt, dann schauen die meisten Bürger fragend umher. Denn die kreisweit agierende Sozialeinrichtung ist wenig bekannt. Dabei nutzen viele Bürger deren Dienste. Allein mehr als 400 Klienten werden vom häuslichen Pflegedienst in Oedt betreut. Die Diakonie Tagespflege Grefrath und das Evangelische Altenzentrum in Oedt und seine neue Dependance in Süchteln sind durchaus bekannt und beliebt. Der evangelische Jugendhilfeverbund mit seinen Wohngruppen für Mädchen in Kempen und Umgebung als auch der sozialpsychiatrische Verbund "Haus an der Dorenburg" mit seinen vielfältigen Angeboten für Menschen mit psychischen Problemen sind kompetente Hilfegeber.

So verschieden die Einrichtungen sind, sie haben eins gemeinsam. Sie befinden sich in der Trägerschaft der Rheinischen Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH, die ihren Hauptsitz in Leichlingen im Bergischen Land hat. "Wenn ich den langen Namen des Trägers nenne, werde ich immer nur fragend angeschaut. Stelle ich mich jedoch mit unserer eigentlichen Einrichtung vor, dann weiß jeder Bescheid", sagt Monika von Söhnen, Leiterin vom Sozialpsychiatrischem Verbund.

So setzt der Träger auch nicht auf seinen eigenen, etwas sperrigen Namen, sondern auf die regionalen Namen vor Ort. Der Träger ist für viele Gemeinden und Städte, wo seine Einrichtungen zu Hause sind, ein wichtiger Partner. Allein in Grefrath ist er der größte Arbeitgeber. Insgesamt gehören der Rheinischen Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz 28 Einrichtungen an. In dem 1954 gegründeten gemeinnützigen Unternehmen arbeiten dabei rund 2300 Mitarbeiter. An der Spitze der Geschäftsführung gab es jetzt einen Wechsel. Nach 19 Jahren als Geschäftsführer ging Jochen Obermann Ende März in den Ruhestand. In seine Fußstapfen trat Martin Sartorius. Er ist ein Außenstehender, denn bislang gehörte er der Geschäftsleitung der SV Group Deutschland an.

"Wir sehen dem Wechsel mit Spannung entgegen, erwarten aber keine nennenswerten Veränderungen. Herr Obermann hat die Gesellschaft vor 19 Jahren aus einer finanziellen Schieflage in ruhiges Fahrwasser geführt. Dazu kam die Aufstockung der Einrichtung und Mitarbeiter von 17 und 1700 auf die heutigen Zahlen", sagt Barbara Kleinheyer, Leiterin der Diakonie Häuslicher Pflegedienst und Tagespflege.

Der Neue übernimmt damit eine gut aufgestellte Gesellschaft, deren einzelnen Einrichtungen von den jeweiligen Leitern bestens geführt werden. Nahezu jede der Einrichtungen im Kreis Viersen hat dabei ein besonderes Projekt vor sich stehen. Beim Altenheim in Oedt ist es der Umbau der Doppel- in Einzelzimmer. "Wir werden nach dem Umbau noch zwölf Doppelzimmer haben. Die restlichen Einheiten sind dann 99 Einzelzimmer. Damit einher geht auch eine Reduzierung der Plätze von 169 auf 111", sagt Einrichtungsleiter Bernd Spangenberg.

Der Aufbau einer neuen Mädchenwohngruppe beschäftigt Irene Weichelt als Leiterin des Jugendhilfeverbundes "Haus an der Dorenburg". Wobei sich die Suche nach einem geeigneten Wohnobjekt so schwierig gestaltet, dass es nun erste Überlegungen gibt, selbst einen Neubau zu errichten. Eins beschäftigt alle Einrichtungen im Kreis Viersen und das ist der Mangel an Fachpersonal. "Wir haben allein in der Jugendhilfe drei Stellen ausgeschrieben. Bislang haben wir keine geeignete Besetzung gefunden", sagt Irene Weichelt.

Auch für die Altenpflege wird Personal gesucht und das ebenso im Bereich der Ausbildung. Wobei gerade in Oedt die Ausbildung breit gefächert ist. Dort lernen die Azubis nicht nur den stationären Bereich kennen, sondern auch den ambulanten Dienst. Denn alle Einrichtungen des Trägers sind untereinander eng vernetzt.

Quelle: RP
 
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