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Stadt Kempen
Hospital als Alterstraumazentrum zertifiziert

Stadt Kempen. Das Kempener und das Süchtelner Krankenhaus arbeiten bei Geriatrie zusammen.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat das Hospital zum Heiligen Geist als Alterstrauma-Zentrum ausgezeichnet. Das Zertifikat haben die Kempener Unfallchirurgen gemeinsam mit der Geriatrie des St.-Irmgardis- Krankenhauses Süchteln erhalten und sind die beiden bislang einzigen Krankenhäuser mit dieser Auszeichnung am linken Niederrhein. Die Zusammenarbeit zwischen Süchteln und Kempen auf diesem Gebiet der Altersmedizin besteht schon seit zwei Jahren.

Unfallchirurgie und Geriatrie gehen Hand in Hand - das ist eines der Kriterien, mit dem die Mediziner aus Kempen und Süchteln die Zertifizierungskommission der DGU überzeugen konnten. Weil bei älteren Menschen der Heilungsprozess nach Verletzungen häufig problematisch verläuft, soll das Vorgehen im zertifizierten Alterstrauma-Zentrum sicherstellen, dass die Patienten eine bestmögliche interdisziplinäre Versorgung bekommen. "Über ein Drittel aller in der Unfallchirurgie behandelten Patienten ist über 70 Jahre - mit der Zertifizierung belegen wir jetzt offiziell, dass wir diese optimal versorgen", sagen der Chefarzt der Kempener Unfallchirurgie, Dr. Stefan Hinsenkamp, und die Leiterin des Pflegedienstes, Maida Smajlovic. Gemeinsam mit Chefarzt Hanns-Peter Klasen, Geriater in Süchteln, haben sie die Auszeichnung federführend vorangetrieben - die Kooperation mit St.-Irmgardis besteht schon seit Längerem.

Zu den Verletzungen, die nun nach einem standardisierten Schema versorgt werden, zählen Hüft- und Schultergelenkbrüche sowie Becken- und Wirbelsäulenbrüche und gebrochene Kunstgelenke. "Diese Verletzungen kommen häufig vor und sind besonders komplikationsreich", erklärt der Leitende Oberarzt der Unfallchirurgie, Dr. Christof Buchta. Selbstverständlich werden in Kempen auch alle anderen Verletzungen und deren Folgen genauso sorgfältig behandelt. Gerade bei diesen Brüchen sei jedoch der Allgemeinzustand älterer Patienten häufig besonders schlecht, schränken sie doch die Beweglichkeit und Handlungsfähigkeit sehr ein. "Hier sind wir im Sinne einer optimalen Patientenversorgung aufeinander angewiesen", betonen Buchta und sein Süchtelner Kollege Klasen.

Während sich die Chirurgen auf die eigentliche Verletzung konzentrieren, sind bei der Nachsorge Unfallchirurgen wie Geriater gleichermaßen gefragt. So kann beispielsweise frühzeitig erkannt werden, ob ein Patient eine Lungenentzündung oder eine andere zusätzliche Erkrankung hat - und die Ärzte können entsprechend schnell reagieren. Neben Unfallchirurgen und Geriatern sind auch Pflegekräfte und Notfallmediziner an dem Verfahren beteiligt.

Quelle: RP
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