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Kreis Viersen
IHK begrüßt den neuen Regionalplan

Kreis Viersen. Kammer sieht vielfältige Chance für die Unternehmen im Kreis Viersen. Von Peter Müller

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein begrüßt den von der Bezirksregierung Düsseldorf beschlossenen Regionalplan. Das Planwerk biete der Wirtschaft in der Region eine Reihe vielversprechender Entwicklungsmöglichkeiten. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", betont Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, der seit Januar 2016 die Wirtschaft als beratendes Mitglied im Regionalrat vertritt. "Fast 1600 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen werden in unserem IHK-Bezirk dargestellt", so Steinmetz.

Sieben Jahre hat die Erstellung des Regionalplans gedauert. An diesem Prozess haben sich die Industrie- und Handelskammern im Regierungsbezirk und die Handwerkskammer Düsseldorf schon frühzeitig gemeinsam beteiligt. Bereits im August 2011 haben die Institutionen gemeinsam einen Fachbeitrag der Wirtschaft zum Regionalplan veröffentlicht. Darin wurden schon vor Erscheinen des ersten Planentwurfs die Erwartungen der Wirtschaft an den neuen Regionalplan formuliert. In den folgenden Jahren brachten sich die Kammern in die Diskussionen um die verschiedenen Entwurfsfassungen ein. "Etliche Wünsche der Wirtschaft, beispielsweise ein Umgebungsschutz für Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereiche oder die Darstellung großräumiger Ansiedlungsbereiche für Industrie und Logistik, haben so Einzug in den Regionalplan gehalten", erklärt Steinmetz. Gemeinsam mit den Kommunen hatte sich die IHK für eine gute Flächenausstattung engagiert. "Insgesamt ist ein ausgeglichenes Planwerk entstanden, das der Wirtschaft in den weiteren kommunalen Planungen Wachstumschancen bietet", so Steinmetz.

Für den Kreis Viersen hält der Regionalplan 597 Hektar gewerbliche Reserveflächen vor. "Das sind nicht immer neue Flächen. In dieser Zahl sind auch innerstädtische Flächen, die noch nicht bebaut sind, enthalten", erläutert Steinmetz. Neue Flächen sind insbesondere in dem rund 80 Hektar großen interkommunalen Gewerbegebiet Mönchengladbach/Viersen-Mackenstein vorgesehen. Dieses Areal bietet sich vor allem für flächenintensive Unternehmen an. Diese Fläche wurde im Rahmen des regionalen Gewerbeflächenkonzepts "Logistikregion Rheinland" identifiziert, das unter Beteiligung der IHK entstanden ist. "Mit dem Konzept hat die Wirtschaft ganz konkrete Flächenvorschläge erarbeitet und in den Regionalplan eingebracht", so Steinmetz.

Auch die Fläche für den Energie- und Gewerbepark Elmpt entstammt diesem Konzept. "Dieses Gebiet bietet auf 165 Hektar mit direktem Anschluss an die A 52 einen hervorragenden Standort für Logistik- und Industriebetriebe", betont der IHK-Hauptgeschäftsführer. Mit der in diesem Jahr gegründeten Entwicklungsgesellschaft Energie- und Gewerbepark Elmpt mbH, an der die Gemeinde Niederkrüchten, der Kreis Viersen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen beteiligt sind, sind die Voraussetzungen für eine zeitnahe Entwicklung des Areals geschaffen.

Jetzt seien die Kommunen am Zug. "Wir gehen davon aus, dass die Kommunen alle Kraft darauf verwenden, die Flächen im Regionalplan schnellstmöglich in örtliches Planungsrecht umzusetzen und baureif zu machen", betont Steinmetz. "Dabei steht die IHK ihnen weiterhin unterstützend zur Seite."

Quelle: RP
 
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