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Kempen
IHK ehrt die besten Nachwuchskräfte

Kempen: IHK ehrt die besten Nachwuchskräfte
Die Auszubildenden aus dem Gebiet der IHK Mittlerer Niederrhein freuten sich über die Auszeichnungen. FOTO: Busch
Kempen. 337 Auszubildende in 151 Berufen haben ihre Prüfung mit der Note "Sehr gut" bestanden. Insgesamt wurden 341 Auszubildende geehrt. Einen Sonderpreis gab es für das Berufskolleg in Willich. Von Manfred Baum

Es sind 341 junge Menschen, die am Dienstagabend in der Viersener Festhalle von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein geehrt wurden. Denn sie waren und sind die "Besten in ihren Beruf." Die Bühne der mehr als 100 Jahre alten Festhalle in Viersen wurde zur "handwerklichen Showbühne" bei der Ehrung der Auszubildenden, der Ausbildungsbetriebe, der Berufskollegs und der Fortbildungsabsolventen. Doch im Mittelpunkt stand er berufliche Nachwuchs.

"Die IHK hat in diesem Jahr 5983 Auszubildende in 151 verschiedenen Berufen geprüft", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. 337 haben dabei die Note "Sehr gut" bekommen. "Sie haben Bemerkenswertes geleistet und verdienen unseren Dank und unsere Anerkennung", sagte Heinz Schmidt, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein. Schmidt und Steinmetz ehrten die erfolgreichen Absolventen gemeinsam.

Schmidt weiter: "Die Unternehmen haben erkannt, dass sie sich vor dem demografischen Wandel nicht fürchten müssen, wenn sie jetzt in den Nachwuchs investieren und ausbilden." Gleichzeitig warnte er junge Menschen davor, zu sehr auf ein Studium zu setzen. "Wir beobachten, dass es immer mehr Jugendliche an die Universitäten und Fachhochschulen zieht, obwohl eine betriebliche Ausbildung für manchen die bessere Wahl wäre." Deshalb sei es sehr wichtig, immer wieder für die "Karriere mit Lehre" bei den jungen Menschen zu werben.

Wer beruflich weiterkommen möchte, sollte allerdings nach seiner Ausbildung weiterlernen - wie es die diesjährigen Fortbildungsabsolventen vorgemacht haben. Der geprüfte Betriebswirt Sebastian Nellis (Mönchengladbach) wurde als bester Absolvent der höchsten Fortbildungsstufe geehrt. Julia Vinzelberg aus Wesseling bei Köln wurde als beste Absolventin einer kaufmännischen Fortbildung geehrt. Und Matthias Stroezel aus Engelskirchen als bester Absolvent einer gewerblich technischen Ausbildung. Lobende Worte fanden der Präsident und der Hauptgeschäftsführer weiter für die besten Ausbildungsbetriebe. "Das Eine bedingt das Andere. Nur Unternehmen, die eine gute Ausbildungsqualität bieten, haben auch sehr gute Auszubildende." Im Bereich der kaufmännischen Ausbildung im Einzelhandel hat die Firma Ali Dormagen mit Stephanie Wehr, Kauffrau im Einzelhandel die erfolgreichste Auszubildende vorzuweisen (99 von 100 Punkten). 99 Punkte schaffte Markus Wissing (Elektroniker für Betriebstechnik): Er wurde bei der Ormazabal Anlagentechnik in Krefeld ausgebildet. Das Unternehmen wurde auch als bester Ausbildungsbetrieb im gewerblich-technischen Bereich ausgezeichnet. Die Rohm Semiconductor GmbH (Willich) erhielt den Sonderpreis im Bereich kaufmännische Ausbildung, weil Matthias Glomb (Kaufmann Groß- und Außenhandel) bei der Abschlussprüfung 98 Punkte erhielt.

Den Sonderpreis für den besten Erstausbildungsbetrieb ging an die Firma Kaufland in Nettetal. Der Grund: Jasmin Marie Schiffers, Kauffrau im Einzelhandel, schloss ihre Prüfung mit 93 Punkten ab.

Bereits zum vierten Mal wurden die besten Berufskollegs mit einem Sonderpreis der Kammer geehrt. Auf dem Treppchen standen: Das Berufskolleg für Wirtschaft und Informatik Neuss, das Krefelder Berufskolleg Uerdingen und das Rhein-Maas-Berufskolleg in Willich.

Mit zu den besten Azubis zählt auch Max Eske (19). Er lebt seit 2003 in Deutschland. Damals kam er aus Kasachstan nach Deutschland. Er hat bei der Firma Bröckskes in Süchteln-Vorst den Beruf eines Kabeljungwerkers erlernt und sich inzwischen bei der Meisterschule in Essen beworben.

Auch Stefan Geerlings (26) ist einer der Besten und hat in Mönchengladbach den Beruf eines Medientechnologen (Druckverarbeitung) erlernt. "Ich wollte in einem Beruf tätig sein, wo ich etwas herstelle", sagt er. Er möchte seinen Ausbilderschein und die Meisterprüfung machen.

Quelle: RP
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