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Gemeinde Grefrath
Im Garten neue Kontakte knüpfen

Gemeinde Grefrath: Im Garten neue Kontakte knüpfen
Das Interesse am Projekt "Gemeinschaftsgarten" ist groß. Sowohl Oedter als auch Flüchtlinge legten gleich bei der Eröffnung Hand an. FOTO: wolfgang kaiser
Gemeinde Grefrath. Flüchtlinge und Oedter arbeiten gemeinsam im neuen Begegnungsgarten. Der Auftakt verlief verheißungsvoll. Es sind noch einige Parzellen zu vergeben. Von Manfred Baum

Die "Perspektiven für Oedt" sind nicht nur mehrfach ausgezeichnet worden, sondern längst der "bürgerschaftliche Motor" in Oedt. Ohne sie wäre das 4500-Seelen-Dorf ganz sicher nicht auf einem so guten Weg. Das jüngste Beispiel ist ein Gemeinschaftsgarten am Bruchweg, der ganz schnell zum Garten der Begegnung wurde. Das erlebten auch Bürgermeister Manfred Lommetz und die neue Gleichstellungsbeauftragte Barbara Behrens, die mit ihrem Hund zur Eröffnung kam und sich viel Zeit nahm, mit Bürgern und Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Da war es für Georg Fasselt, Sprecher der "Perspektiven", eine angenehme Aufgabe die Gartensaison für eröffnet zu erklären.

Der neue Gemeinschaftsgarten wurde möglich, weil Vizebürgermeister Roland Angenvoort ein ihm gehörendes Baugrundstück am Bruchweg für einige Jahre zur Verfügung gestellt hat. Es wurde parzelliert, so entstanden kleine Grundstücke von vier und sechs Quadratmeter. Die 18 kleinen Grundstücke sind zu zwei Dritteln bereits vergeben. Zehn Grundstücke bewirtschaften die Flüchtlinge und zwei Oedter Bürger. Fasselt: "Wir würden uns freuen, wenn noch weitere Oedter Bürger von dem Angebot Gebrauch machen würden, um so auch Kontakt zu den Flüchtlingen zu bekommen." Wer ein kleines Grundstück haben möchte, kann sich bei Georg Fasselt unter Telefon 0158/ 5263 melden.

Angenvoort selbst freut sich über eine bemerkenswerte Wandlung seines Grundstückes von der "Hundekackwiese zum gemeinschaftlichen Gartengrundstück". Dort gibt es auch einen Wasseranschluss, einen Brunnen mit Pumpe. Angebaut werden können dort Tomaten, Gemüse, Gurken oder Zwiebeln. Für Kartoffeln oder Stangenbohnen reicht der Platz hingegen leider nicht.

Da die "Perspektiven für Oedt" durch den Einsatz der Quartiermanagerin Nicole Geitner aus dem Oedter Altenzentrum auch eine 600-Euro-Spende von der Stiftung "Anstiftung" bekamen, haben sie bereits Gartenwerkzeug angeschafft, ebenso Saatgut und torffreie Erde. Das war auch so von der Stiftung vorgeschrieben worden. Die Bürger-Initiative "Grefrath hilft" spendete eine kleines Gartenhaus, so dass auch die Möglichkeit besteht, die Gartengeräte unterzustellen.

Nach dem offiziellen Teil wurde kräftig in die Hände gespuckt. Die Flüchtlinge waren mit großem Eifer bei der Sache, zunächst war Umgraben angesagt. Derweil dachte Georg Fasselt schon weiter an ein mögliches gemeinsames Grillen oder ein Erntedankfest. Mit Jakob Elsen tauchte noch ein nicht alltäglicher Besucher auf. Der eifrige Spendensammler für krebskranke Kinder aus Oedt, der schon fast 80 Jahre alt ist, kam mit einer großen Tasche und brachte den Flüchtlingen Arbeitsschuhe und Gummihandschuhe. Da wurde einmal mehr deutlich, dass in der Niersgemeinde die Hilfsbereitschaft für Bedürftige groß ist und unabhängig vom Alter.

Quelle: RP
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