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Gemeinde Grefrath
Im Klostergarten fühlen sich alle wohl

Gemeinde Grefrath. Das Neubaugebiet in Mülhausen erfreut sich großer Beliebtheit. Von 33 Grundstücken sind nur noch drei auf dem Markt. Die Bewohner loben vor allem die Lage ihres neuen Zuhauses. Von Manfred Baum

Wo über Jahrzehnte der Orden der Schwestern Unserer Lieben Frau Obst und Gemüse geerntet hat, ist in nur knapp zwei Jahren ein attraktives Neubaugebiet entstanden. Dazu beigetragen haben die Gemeinde Grefrath mit der Umsetzung des Bebauungsplanes, die Gemeindewerke mit einem effizienten Nahwärmekonzept und die Volksbank Kempen-Grefrath mit einer erfolgreichen Vermarktung. Von 33 Grundstücken, die dort angeboten werden, sind nur noch drei nicht verkauft.

Zahlreiche junge Familien von auswärts zogen in das "Dorf mit den zwei Klöstern" und dem größten Gymnasium im Kreis Viersen. Das erste Paar, das vor Weihnachten 2014 einzog, waren Elena und Volker Lenzen aus Korschenbroich-Kleinenbroich. Sie fühlten sich auf Anhieb in der Sport- und Freizeitgemeinde Grefrath wohl und stellen fest: "Wir haben die richtige Wahl getroffen. Die Lage unseres neuen Zuhauses ist sehr schön und man kann hier viel mit dem Fahrrad erreichen und unternehmen."

Im März vergangenen Jahres zog die gebürtige Mülhausenerin und Künstlerin Eva-Maria Camps, geboren Lepers, mit ihrem Mann Herbert aus dem Niederfeld in den Klostergarten, den sie noch als Kind kennt. Mitziehen sollte auch ihr Vater Willi Lepers, der den Umzug befürwortet hatte. Doch kurz zuvor verstarb der Bruder des ehemaligen Grefrather Bürgermeisters Josef Lepers im Alter von fast 96 Jahren. Das Ehepaar Camps lobt das "sehr gute Miteinander" im Klostergarten ebenso wie den herrlichen Blick in die Landschaft mit dem immer wieder mal auftauchenden Rehen. Sie freuen sich, wenn im Frühjahr auch die Straße, die auf das Niveau der Grasheider Straße angehoben werden muss, fertiggestellt wird.

Die Grefrather Gemeindewerke sind stolz und glücklich, im Neubaugebiet Klostergarten ein effizientes Nahwärmekonzept verwirklicht zu haben. Dafür haben die Gemeindewerke das bestehende Blockheizkraftwerk auf dem Gelände des Klosters erweitert. Die Basis dafür war das seit Jahren erfolgreiche Contractingmodell mit dem Kloster.

Der Strom wird ins Netz eingespeist und vor Ort vermarktet. Neben dem Strom liefert das Kraftwerk über das Nahwärmenetz die benötigte Wärme an das Kloster, die Liebfrauenschule und den Klostergarten. Alle Hauseigentümer im Neubaugebiet Klostergarten beziehen ihre Energie somit direkt von den Gemeindewerken.

Nach nur einem Jahr sind inzwischen 15 Grundstücke im Klostergarten bebaut. Sechs Grundstücke werden derzeit bebaut. Das Schöne daran ist für die Bewohner, dass es dort keinen Einheitsbaustil gibt, sondern dass die Architekten und Häuslebauer ihre Vorstellungen und Wünsche verwirklichen konnten - und dies mit Grundstücksgrößen, die Kindern viel Bewegungs-und Spielmöglichkeiten geben. Das Neubaugebiet ist verkehrsberuhigt. Es gibt einen ÖPNV-Anschluss, einen Kindergarten, die Liebfrauenschule, ausgedehnte Freizeitmöglichkeiten und einen Supermarkt. Kempen mit seinen guten Einkaufsmöglichkeiten und Alt-Grefrath mit seinem großen Sport- und Freizeitangebot liegen praktisch direkt vor der Haustür.

Der ehemalige Bürgermeister Josef Lepers wäre heute sicherlich sehr stolz und glücklich, wenn er sehen könnte, wie sich "sein Möllesse" positiv entwickelt hat. Er wohnte nur 100 Meter vom heutigen Klostergarten entfernt mit seiner Schwester, die heute mit 92 Jahren ihren Lebensabend im neuen Haus Salus (Altenheim des Klosters) verbringt.

Quelle: RP
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