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Gemeinde Grefrath
Imker können Flächen für Zucht mitnutzen

Gemeinde Grefrath: Imker können Flächen für Zucht mitnutzen
Der Vorsitzende des Kreisimkerverbandes, Hermann Diedrich, begrüßt die Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Bodenverband. FOTO: Kaiser
Gemeinde Grefrath. Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers mit Sitz in Grefrath und Imker in der Region arbeiten im Sinne des Naturschutzes zusammen.

Weil Bienen für die Landwirtschaft und den Naturschutz von besonderer Bedeutung sind, arbeiten der Kreisimkerverband Krefeld-Viersen und der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers jetzt enger zusammen. Der Verband stellt den Bienenzüchtern kostenlos eigene Flächen zur Verfügung, damit sie dort Bienenstöcke aufstellen können.

"Der Verband verfügt über viele Flächen, die sich für die Aufstellung von Bienenstöcken ideal eignen, und auf denen eine Nutzung durch Imker keine Beeinträchtigung wasserwirtschaftlicher Funktionen darstellt", sagt Dr. Dagmar Spona vom Wasser- und Bodenverband, der seinen Sitz in Grefrath hat. Er ist für große Teile des Kreises Viersen zuständig. "Fehlende Flächen sind aber häufig der Grund, warum Imker nicht mehr Bienenstöcke aufstellen können. Dabei ist die Bienenzucht im Aufwind. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Züchter verdoppelt. Heute sind 283 Imkerinnen und Imker im Verband tätig", erklärt Hermann Diedrich, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes aus Kempen.

"Gerade in städtischen Gebieten besteht die Notwendigkeit, die Umwelt zu fördern. Unsere Bienenvölker verbessern die Voraussetzungen für ein vielfältigeres ökologisches

Milieu, etwa für Solitärbienen, Hummeln und andere Insekten. Durch die vermehrte Blütenbestäubung wird das Nahrungsangebot erweitert und die Insekten dienen auch selbst als Futter. Hierdurch steigen zum Beispiel die Überlebensmöglichkeiten von Vögeln oder anderen Insekten." sagt Karl-Heinz Krause, Schriftführer des Ortsimkervereins Viersen, der selber an verschiedenen Rückhaltebecken des Verbandes in Viersen seine Bienenstöcke aufgestellt hat. "Der Ortsimkerverein Viersen konnte damit bereits die Anzahl seiner Bienenvölker deutlich erhöhen", ergänzt er.

"Auch die Grefrather Imker sind erfreut, die Flächen des Wasser und Bodenverbandes nutzen zu können", sagt Paul-Heinz Backes, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Oedt und Umgebung. "Wir haben hierdurch die Möglichkeit, unseren Mitgliedern Flächen für die Aufstellung von Bienenvölkern auch im Außenbereich von Grefrath zur Verfügung zu stellen, so dass die Bienendichte innerhalb des Ortes auf eine sinnvolle Größe reduziert werden kann. Im Umfeld der Flächen des Verbandes ist die Pollenversorgung im Frühjahr durch die Weidenbestände gesichert, ebenso die Wasserversorgung, die für die Bienen ebenfalls sehr wichtig ist."

Seit Januar dieses Jahres konnten bereits verschiedene Flächen mit zehn Standorten für Bienenvölker an Imker der örtlichen Imkervereine vermittelt werden. Viele weitere Flächen sind noch frei, vor allem im Bereich der Stadt Viersen, aber auch in den Ortschaften Oedt, Grefrath und Vorst.

Die begonnene Zusammenarbeit sei ein wichtige Schritt für Naturschutz und Landwirtschaft, sind sich die Beteiligten einig.

(rei)
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