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Kreis Viersen
Immer mehr Senioren müssen arbeiten

Kreis Viersen. Sehr viele Ältere im Kreisgebiet haben einen Minijob, um ihre Renten aufzubessern.

Die Zahl der Menschen in der Region, die älter als 65 Jahre und weiterhin erwerbstätig sind, ist nach Angaben der Krankenkasse IKK classic im Kreis Viersen innerhalb eines Jahres um 13,8 Prozent gestiegen. Nach ihren Erhebungen gehen 3656 Bürger über 65 einer geringfügigen Beschäftigung nach. Im Juni 2014 waren nach diesen Angaben noch 723 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Altersgruppe der über 65-Jährigen. Innerhalb eines Jahres stieg ihre Zahl auf 823 Beschäftigte an.

Gleichzeitig bessern immer mehr ältere Menschen ihr Einkommen durch eine geringfügig entlohnte Beschäftigung auf. Die Anzahl der Minijobber mit einem monatlichen Arbeitsentgelt bis 450 Euro stieg im selben Zeitraum um 1,3 Prozent auf 3656 Personen an. Ältere Arbeitnehmer reagieren auf Ansprüche und Belastungen der Arbeitswelt anders als jüngere Mitarbeiter. "Ältere Beschäftigte erkranken zwar seltener, dafür sind die Krankheitsverläufe oft langwieriger. Jüngere Arbeitnehmer sind im Allgemeinen häufiger, dafür aber kürzer krank", berichtet Michael Lobscheid von der Krankenkasse.

So fehlen Arbeitnehmer über 59 Jahren krankheitsbedingt an durchschnittlich 34,6 Tagen, unter 20-Jährige an 14,5 Tagen. Die Gesundheitsvorsorge in den Betrieben vor allem für ältere Mitarbeiter erhalte daher eine immer größere Bedeutung. "Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann dies ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein", meint Lobscheid. Die Krankenkassen halten im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung verschiedene Angebote für Betriebe bereit und unterstützen sie bei der Umsetzung.

(lp)
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