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Gemeinde Grefrath
Interessante Schulstunde in der Grefrather Buchhandlung

Gemeinde Grefrath. Alfred Knorr und Heinrich Lennackers präsentierten auf unterhaltsame Weise ihr Buch über die Mülhausener Schulgeschichte. Von Manfred Baum

Sie haben in ihrem Buch Mülhausener Schulgeschichte lebendig gemacht. Der frühere Oberstudienrat Alfred Knorr und der Archivar des Oedter Heimatvereins, waren jetzt zu Gast in der Grefrather Buchhandlung und stellten dort ihr Werk in Szene. Knorr agierte als alter Volksschullehrer, Lennackers als Schuldiener. Die Buchhandlung wurde zur ausgelagerten Mülhausener Volksschule. Alles war da: Tafel mit Sütterlinschrift, Landkarte, Lehrerpult, Tintenfass und der Stock zur Züchtigung. Ein altes Grammophon krächzte Reitermärsche und das "Ave Maria"

Durch die akribische dreijährige Arbeit des Teams Knorr/Lennackers ist Schulgeschichte in Mülhausen nachvollziehbar geworden, damit einhergehend auch interessante Kapitel aus der Dorfgeschichte. "Es gab wenige Unterlagen aus der Zeit vor 1800", berichtete Knorr. Er wies auf die zahlreichen Quellen des Oedter Heimatvereins und die Vielzahl der Unterstützer bei der Verwirklichung des Buches hin. Aus einem Beitrag zu einem Heimatbuch des Kreises Viersen ist das jetzt vorliegende "Schulgeschichtsbuch" geworden.

Auf 83 Seiten des 232 Seiten umfassenden Buches ist Mülhausen präsent. Doch auch Kempen erfährt von den Autoren große Aufmerksamkeit. Toni Raeth hat mit seinen fast 80 Jahren ebenso viel aus der Schulgeschichte erzählt wie andere Mülhausener. Wohl schon 1660 hatte Mülhausen eine Volksschule. Von "Johann, dem Schulmeister" ist in alten Schriften die Rede. Das erste Mülhausener Schulhaus stand am kleinen Parkplatz neben dem früheren "Hotel zur Post." In den 60er Jahren kam das Aus für die Volksschulen Mülhausen, die Kinder wurden mit dem Bus nach Oedt gefahren. Alte "Möllesser" sprachen von einem "Viehtransporter".

Natürlich durfte bei der Lesung die Erwähnung der früher geläufigen Prügelstrafe nicht fehlen, die sich zur Verwunderung Knorrs bis ins 20. Jahrhundert gehalten hat - doch nur für die Jungs. Es gab sogar ein "Prügelbuch" in Oedt, wurde in der amüsanten Schulstunde in der "Schulklasse Hohe Straße 25" mitgeteilt.

Die alte Mülhausener Schule ist heute ein Kindergarten und blieb damit für die Bildung erhalten. Knorr und " Lennackers" versprachen den "Schülern", weiterhin zu forschen.

Quelle: RP
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