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Kempen
Investor will 240-Betten-Hotel bauen

Kempen: Investor will 240-Betten-Hotel bauen
Auf der südlichen Seite entsteht Wohnbebauung, die Villa am Josefsring wird von den Anbauten befreit und in den Urzustand versetzt. Auf dem nördlichen Grundstück entsteht bis Herbst 2019 das 65 Meter lange, vierstöckige Hotel. FOTO: Wrede Architekten BDA
Kempen. Seit 40 Jahren wartet die Stadt Viersen auf ein großes Hotel. Jetzt ist ein Investor gefunden, der zwölf Millionen Euro in einen viergeschossigen Bau am Josefsring investieren will. Auch Vis-à-vis ist ein großes Neubauprojekt geplant. Von Martin Röse

Voraussichtlich im Herbst 2019 wird der "Holiday Inn Express"-Schriftzug an dem viergeschossigen Hotelneubau in Viersen leuchten, auf den, nun ja, Generationen von Viersener Bürgermeistern hingearbeitet haben. "Seit 40 Jahren wurde immer wieder darüber gesprochen, dass Viersen ein Hotel braucht", sagte Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD). Am Josefsring soll das 123 Zimmer große Hotel entstehen, einen Steinwurf von der Südstadt entfernt. "Dieser Ort ist optimal gelegen", sagte Anemüller, und: "Ich freue mich sehr, sehr, sehr, sehr."

Denn am Montagabend stimmten die Politiker im Ausschuss einstimmig für die Überplanung des Geländes. Mitte April könnten die Kaufverträge unterzeichnet werden, 15 bis 18 Monate später soll das 65 Meter lange, 14 Meter hohe und knapp 16 Meter breite Hotel eröffnen. Knapp zwölf Millionen Euro stecken die Investoren in das Projekt. Nördlich vom Hotel entstehen 60 Stellplätze auf dem Gelände. Für den Bau zeichnet die Ten Brinke Projektentwicklung verantwortlich, im Verbund mit der BLI Projektentwicklungsgesellschaft.

Zwar soll die Ausstattung einem Vier-Sterne-Hotel entsprechen, trotzdem wird es "nur" ein Drei-Sterne-Superior-Hotel. "Der Grund ist simpel: Das Hotel wird nicht über ein eigenes Restaurant verfügen", erklärt Hartmut Wöhler, Geschäftsführer der Bona GmbH. Genau das aber ist der Stadt Viersen sehr recht - so kann sich die örtliche Gastronomie auf mehr Kundschaft freuen. "Schauspieler, Musiker, Sportler, die in der Festhalle auftreten, mussten bisher immer in andere Städte ausweichen", sagt Wolfgang Genenger. Seit 24 Jahren sitzt er für die CDU im Stadtrat, kennt die Debatten ums Hotel zu Genüge. Pächter wird die Firma Tristar aus Berlin, mit rund 2500 Betten größter Franchise-Nehmer von Interconti in Deutschland. Gegenüber dem Hotel soll barrierearme Wohnbebauung entstehen. "Wir planen eine drei- bis viergeschossige Wohnbebauung mit Staffelgeschoss", sagt Evelin Rosenberg von der SP-Immobilien GmbH & Co.KG. Knapp 65 barrierearme Wohnungen - vom Appartement bis zur 80-Quadratmeter-Wohnung - sollen gebaut werden. "Wir setzen auf regenerative Energie, entweder über Wärmepumpen oder ein Blockheizkraftwerk", erklärte Architekt Marcus Wrede. Elf Stellplätze entstehen oberirdisch, knapp 30 weitere in einer Tiefgarage. Und die alte Villa am Josefsring soll wieder in den Urzustand zurückversetzt werden. Rosenberg: "Sie kann beispielsweise als Praxis oder Kanzlei dienen."

Bürgermeisterin Sabine Anemüller (vorn im grauen Mantel) und die Technische Beigeordnete Beatrice Kamper (2.v.r.) begrüßten gestern Investoren, Projektleiter und den Architekten im Technischen Rathaus. FOTO: Martin Röse
Quelle: RP
 
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