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Kreis Viersen
Jobcenter investiert in Langzeitarbeitslose

Kreis Viersen. Agentur für Arbeit und Kreis Viersen üben Kritik an der Caritas. Deren Blick sei nicht differenziert genug.

Der Caritasverband für das Bistum Aachen fordert den Bund auf, an das für den Kreis Viersen zuständige Jobcenter erheblich höhere Zuweisungen zweckgebundener Eingliederungsmittel zu zahlen. Hintergrund sei der Rückgang öffentlich geförderter Beschäftigung.

Mit Blick auf die tatsächliche Umsetzung der Aufgaben durch das Jobcenter Kreis Viersen erwarten deren Träger eine differenzierte Betrachtung: Dirk Strangfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, und Katarina Esser, Sozialdezernentin im Kreis Viersen, erläutern: "Auch wenn es noch Optimierungspotenziale gibt, ist es wesentlich zu kurz gegriffen, nur die Entwicklung der Zahlen bei der öffentlich geförderten Beschäftigung zu betrachten. Die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt gelingt durch Beratung, Vermittlung und Förderung. In all diesen Bereichen wurde viel investiert. Von einer - wie in der Verlautbarung des Caritasverbandes dargestellten - Reduzierung kann folglich nicht die Rede sein, da die notwendige Diversifizierung von der Caritas nicht betrachtet wurde. Dem Caritasverband stehen wir gerne für ein Gespräch zur Verfügung, um ihm zukünftig einen differenzierten Blick auf die gute Arbeit des Jobcenters Kreis Viersen zu ermöglichen."

Durch verschiedene gesetzliche Änderungen seit Einführung des Sozialgesetzbuches II wurden die Unterstützungsmöglichkeiten stetig verbessert. Alleine im Bereich der Beschäftigungsförderung werden in diesem Jahr 1,8 Millionen Euro durch das Jobcenter Kreis Viersen investiert, was eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren bedeutet.

(hd)
 
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