| 00.00 Uhr

Stadt Kempen
Judenstraße: Fröhliche Gesichter

Stadt Kempen. Es herrschte richtig gute Laune beim Fest auf der Judenstraße. Man feierte den Abschluss der Bauarbeiten. Alles habe hervorragend geklappt. Von Silvia Ruf-Stanley

Jetzt geht es ans Putzen auf der Judenstraße. Nach Ende der Bauarbeiten trägt das letzte der Entchen, die während der Bauphase verteilt wurden, auch folgerichtig Wischeimer und Mopp. Stephan Bunse von der Straßengemeinschaft Judenstraße freute sich bei der Abschlussparty richtig: "Man sieht nur fröhliche Gesichter." Schon kurz nach Beginn war die Straße gut gefüllt mit Besuchern, und im Laufe des Nachmittags kamen immer mehr. Auch Stadtwerkechef Siegfried Ferling war durchaus zufrieden. Gemeinsam mit seinem Kollegen Norbert Sandmann freute er sich über einen "würdigen Abschluss" der Arbeiten. Gleichzeitig lobte er das gute Zusammenspiel aller Beteiligten. Stadtwerke, Verwaltung, Bauunternehmen und Geschäftsleute hätten von Anfang an gut zusammen gearbeitet. Ein solches Vorhaben war ein neue Erfahrung für alle, aber es habe immer gut funktioniert. Trotz Beeinträchtigungen hätten die Händler alles immer mit unterstützt. Was sogar so weit ging, dass die Bauarbeiter schon einmal mit Würstchen oder Brötchen und Teilchen belohnt wurden, erzählt er.

In das Lob stimmte auch der Technische Beigeordnete Stephan Kahl ein. Die "Kooperation war fantastisch" meinte er. Da kümmerte er sich angesichts des vergnügten Feierpublikums auch nicht mehr um die leidige Debatte um die Wahl des neuen Pflasters. Man habe versucht, sich bestmöglich in die Gegebenheiten der Örtlichkeit einzubinden. Er bekam Zustimmung vom stellvertretende Bürgermeister Otto Birkmann: "Da gibt's nichts zu meckern." Er, der ja selbst lange Jahre an der Judenstraße lebte, hatte immer Kontakt mit seinen früheren Nachbarn und kann so aus nächster Nähe urteilen.

Derweil entwickelte sich Partylaune auf der Straße. Zwischen Cocktails, kulinarischen Köstlichkeiten und Biergarten auf dem neu gestalteten Platz vor dem Pfarramt ließen es sich die Besucher gut gehen. Bedauern gab es von CDU-Ratsherr Dr. Jochen Houben für die Models auf dem Laufsteg. Denn die mussten bei hochsommerlichen Temperaturen die neuen Trends für den Winter vorstellen. Ein junges Paar saß am Pfarramt auf der "Baustellenbank" und schaute dem Trubel zu. Sie fanden die neue Pflasterung eine richtige Bereicherung. Damit würde die Stadt noch attraktiver werden. Sie wie auch viele andere Besucher lobten immer wieder, dass die Einschränkungen durch die Bauarbeiten doch geringer als erwartet waren.

Am Morgen danach zog Bunse Bilanz. Das Fest habe die große Akzeptanz gezeigt. Die Erlöse von Versteigerung und Kuchenverkauf gehe an den Sozialdienst katholischer Frauen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Kempen: Judenstraße: Fröhliche Gesichter


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.