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Kempen
Feuerwehr wegen brennender Autos im Dauereinsatz

Mehrere Autos stehen in Kempen in Flammen
Mehrere Autos stehen in Kempen in Flammen FOTO: Jungmann
Kempen. Von Mittwochabend bis in die Nacht hinein war die Feuerwehr in Kempen im Dauereinsatz. An einem Parkstreifen brannten mehrere Autos komplett aus. Wenige Zeit später standen mehrere Müllhaufen in Flammen.  Von Sabine Kricke

Es war eine lange Einsatznacht für die Kräfte der Feuerwehr in Kempen. Um 20.24 Uhr meldete ein Anrufer ein brennendes Auto auf einem Parkstreifen an der Stresemannstraße in Höhe der Hausnummer 24. "Es meldeten dann aber rund 18 weitere Anrufer brennende Autos, sodass schnell klar wurde, dass es sich nicht um ein einzelnes Fahrzeug handeln kann", sagte Stadtbrandinspektor Franz-Heiner Jansen auf Anfrage unserer Redaktion. 22 Feuerwehrleute machten sich in drei Autos auf den Weg. 

"Vor Ort stellten wir dann fest, dass zwei Autos bereits komplett ausgebrannt waren. Auf mehrere weitere Autos hatte das Feuer bereits übergegriffen", sagte Jansen. Die Löscharbeiten dauerten über zweieinhalb Stunden. "Weil der Brand nicht einfach mit Wasser gelöscht werden konnte, mussten wir alle Fahrzeuge komplett mit Schaum bedecken", sagte Jansen. Etwa drei bis vier weitere Autos wurden durch die extreme Wärme beschädigt. 

Laut dem Feuerwehrsprecher konnte man diesen Brand nicht mit Wasser löschen: "Damit kann man ein Gemisch aus Benzin und Öl nicht löschen. Durch den Schaum jedoch kann das Feuer sozusagen erstickt werden." Mit einem Netzmittel wurde der Schaum anschließend wieder verflüssigt und konnte in die Kanalisation abgelassen werden. 

Brennende Mülltonnen und Sperrmüllhaufen

Doch mit dem Brand der Autos war die Nacht für die Feuerwehr noch nicht zu Ende. "Um 0.56 Uhr wurde der nächste Alarm gemeldet", sagte Jansen. Ein großer Müllbehälter brannte. Es folgten vier weitere Einsätze dieser Art. "Immer handelte es sich um Mülltonnen oder Sperrmüllhaufen", sagte Jansen. 

Die Polizei prüft, ob zwischen den Bränden ein Zusammenhang besteht. "Die Kollegen sind noch vor Ort und ermitteln zur Brandursache", sagte eine Sprecherin der Polizei im Kreis Viersen. Auch ein technischer Defekt könnte Ursache für die brennenden Autos gewesen sein. Die anderen Brände fallen laut Polizei unter "Sachbeschädigungen".