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Stadt Kempen
Kempen ehrt seine "stillen Helden"

Stadt Kempen: Kempen ehrt seine "stillen Helden"
Vor zwei Jahren zeichnete Bürgermeister Volker Rübo (vorne Mitte) Ehrenamtler erstmals im Rahmen des "Marktes der Möglichkeiten" im Kempener Rathaus aus. Das soll auch in diesem Jahr am Samstag, 14. November, so sein. Stadt und Freiwilligenagentur erwarten nun Vorschläge für die Auszeichnung. FOTO: Hüskes
Stadt Kempen. Die Stadt will wieder ehrenamtlich engagierte Bürger ehren. Mitte November sollen sie beim "Markt der Möglichkeiten" ausgezeichnet werden. Bürger können Ehrenamtler vorschlagen, die eine besondere Würdigung verdient haben. Von Silvia Ruf-Stanley

Zum dritten mal sucht die Stadt Ehrenamtler, die sich als Einzelpersonen oder in Gruppen besonders verdient gemacht haben. Es sei keine Ehrung, die mit einem Geldpreis verbunden ist, wie Bürgermeister Volker Rübo bei der Vorstellung des Projekts betonte. Vielmehr geht es darum, die vielfältige Arbeit von Ehrenamtlern einmal besonders anzuerkennen.

Geplant ist dafür eine kleine Feier am 14. November dieses Jahres. Sie findet wie bereits 2013 im Rahmen des "Markts der Möglichkeiten" statt. Bei diesem Markt haben Vereine und Gruppen, die sich ehrenamtlich engagieren, die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen. Am Wochenende 14. und 15. November wird dieser Markt stattfinden. Die Premiere 2013 war so gelungen, dass er nun zu einer festen, alle zwei Jahre stattfindenden Einrichtung werden soll, so der Erste Beigeordnete Hans Ferber. Auf allen Etagen des Rathauses am Buttermarkt können sich die Teilnehmer vorstellen. Den Markt im Rathaus stattfinden zu lassen, hat auch den guten Nebeneffekt, dass die Bürger auch einmal in Winkel des Hauses kommen, wo sie normalerweise nichts zu tun haben, so Ferber. Für den Zweijahresrhythmus habe man sich entschieden, damit sich die Idee nicht abnutzt. Abgesehen davon bedeute die Vorbereitung der Veranstaltung auch immer viel Arbeit.

In Jahr 2012 wurden zehn Einzelpersonen und fünf Gruppen geehrt, im Jahr 2013 bereits zwanzig Einzelpersonen und fünf Gruppen. Keineswegs erwarte man jedes Mal so eine Steigerung, aber es zeige doch wie viele Menschen sich in Kempen auf die eine oder andere Art für andere einsetzten, meinte Ferber. Aus dem Sozialbericht zitierte der Beigeordnete, dass sich 2000 Menschen in Kempen ehrenamtlich engagieren, im Verhältnis zu 35 000 Einwohnern eine große Zahl. Stolz meinten Rübo und Ferber, dass große Städte nicht auf solche Relationen zur Bevölkerung kämen.

Zu Recht nannte Bürgermeister Volker Rübo dies - wie immer - einen besonderen Schatz, über den Kempen verfüge. Er betonte auch, dass er immer wieder erstaunt sei, wie vielfältig das Engagement sei. Und er gab offen zu, dass der Staat -und mit ihm auch die Städte und Gemeinden - viele Aufgaben ohne Unterstützung von Ehrenamtlern nicht mehr leisten könnten.

Gesucht werden nun Menschen, die zuletzt außergewöhnliche ehrenamtliche Leistungen erbracht haben oder diese über viele Jahre bereits erbringen. Ausdrücklich wünscht sich die Stadt keine Vorschläge wie Vorsitzende von Vereinen oder Ähnliches, sondern "stille Helden", wie Hans Ferber es ausdrückte. Dies sei keine Herabsetzung der Arbeit von Vereinsvorständen, aber deren Dienst stünde oft genug im Rampenlicht. Gesucht werden Menschen, die sich in allen sozialen Bereichen einsetzen, etwa bei Kultur und Bildung sowie Erziehung oder auch in der Kirche. Es können auch Menschen aus Umwelt und Naturschutz oder vom Sport sein. Sicherlich gibt es noch weitere Bereiche. Bürgermeister Rübo brachte das schöne Beispiel von Nachbarn, die für Senioren die Einkäufe erledigen. Wichtig ist nur, dass dieses Ehrenamt in Kempen für Kempener ausgeübt wird. Es könnte also zum Beispiel auch ein Grefrather vorgeschlagen werden, der sich hier in der Stadt engagiert.

Wer einen Vorschlag machen möchte, kann dies schriftlich oder auch telefonisch sowohl bei Roland Müller, dem Leiter des Hauptamts, als auch bei Hedwig Stirken von der Freiwilligenagentur machen. Man sollte seinen Vorschlag kurz begründen und ein paar Angaben zur vorgeschlagenen Gruppe oder Person machen. Hedwig Stirken erzählte übrigens auch, dass sich aus der Feierstunde manchmal auch neue Kontakte ergeben, da sich so engagierte Menschen untereinander kennen lernen.

Quelle: RP
 
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