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Stadt Kempen
Kempen setzt wieder Maßstäbe beim Bridge

Stadt Kempen. 108 Teilnehmer spielten beim größten Bridge-Turnier am Niederrhein. Niederländer waren besonders erfolgreich. Von Hans Kaiser

Spielspaß ohne Grenzen: Mit 18 Gästen aus den Niederlanden und 56 aus der deutschen Nachbarschaft startete am Samstag der Kempener Bridge-Club zum siebten Mal sein Thomas-à-Kempis-Turnier. Ihren Namen trägt die Veranstaltung nach dem größten Sohn Kempens, dem Mystiker Thomas, Verfasser der über die ganze Welt verbreiteten Missionsschrift "Von der Nachfolge Christi". Um 1380 in Kempen geboren, schuf er sein Lebenswerk im Kloster Agnetenberg bei Zwolle in den Niederlanden. Deshalb steht er dem Bridge-Club als Symbolfigur für grenzüberschreitenden Austausch, wie er sich bei dem jährlichen Turnier vollzieht. Niederländer bildeten am Samstag übrigens die Siegergruppe: Ron van Gaal und Gerard van de Ven; Mavis Aanen und Fon Beerens; Wil van Iersel und Janus Roovers, alle vom Bridge-Club De Bok aus Boxmeer und vom Club in Weert.

Was 2010 in kleinem Rahmen in der Deula begann, hat sich mit jetzt 108 Teilnehmern zum größten Bridge-Event am Niederrhein entwickelt. Das ist das persönliche Verdienst des hoch engagierten Club-Vorsitzenden Piet van der Eijk, vormals Militär-Richter im niederländischen Maastricht und seit 2001 bekennender Kempener. Gespielt wurde am Samstag zum vierten Mal in Form eines Kneipenturniers; eine originelle Kempen-Rundum-Aktion, die Spielspaß mit Altstadt-Impressionen koppelte. Mithilfe eigens angefertigter Karten liefen die Turnierteilnehmer sieben Spielorte an: das Kolpinghaus; die Restaurants Ela, Ercklentz, Et Kemp'sche Huus und Papillon; das Lieblingscafé am Kuhtor; und das Bridge-Clubhaus im "Awo-Treff" am Spülwall. Unter den Besuchern, die dabei durchs Zentrum flanierten, waren Vorsitzende bekannter Clubs wie Bärbel Köppen (Bridge-Club Krefeld 1994) und Katrin Meyer (BC Krefeld 1970), Karin Potthast (BC Duisburg, der jetzt sein 80-jähriges Bestehen feiert) und Gertrud Luckau (BC Meerbusch). Perfekt organisiert, lief das Turnier in harmonischer Atmosphäre und Fairness ab. Herausragend war das Verhalten eines niederländischen Spielers. Er zeigte dem Turnierleiter Uwe Breusch nach einem Spiel an, eine Karte sei übersehen worden - und opferte damit den eigenen Sieg.

Der Kempener Bridge-Club steht neuen Mitgliedern offen. Wer sich unverbindlich Eindrücke verschaffen will, kann mittwochs ab 18.30 Uhr oder freitags von 14.30 bis 18 Uhr zum "Awo-Treff", Spülwall 15, kommen. Info/Anmeldung bei Piet van der Eijk, Ruf: 02152 893149, oder Henni Michels, Ruf: 02153 4565.

Quelle: RP
 
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